Schlangenbad? Ist das nicht das kleine, etwas verschlafen wirkende Städtchen links der Staße vom Rheingau nach Bad Schwalbach? Ja, Schlangenbad hat ein Problem – das wurde am Samstag beim „Richtfest“ zum ersten Bauabschnitt des Stadtumbauprojekts im Rahmen des Förderungsprogramms „Stadtumbau in Hessen“ von den anwesenden Amtsträgern auch deutlich gesagt. Der Wandel im Kur- und Gesund-heitswesen, eine Bevölkerung, die zunehmend älter und multikultureller wird, eine nicht mehr auf Wachstum ausgelegte Einwohnerzahl – vielleicht aber auch der verbreitete Wunsch, alles doch bitte so zu belassen, wie es ist und schon gar nicht so viel von diesem neumodischen Kram einzuführen; die Folgen all dessen sind in Schlangenbad anhand von offensichtlichen Leerständen bei Hotels, Cafés und Geschäften zu besichtigen. Diesen etwas morbiden Charme abzuschütteln, galt es etwas zu tun und in Schlangenbad hat man konkret begonnen, etwas zu tun.
Gerhard und Vincent: Stadtmeister 2010
Traumhaftes Wetter begleitete die 2. Stadtmeisterschaft Oestrich-Winkel, die am heutigen Sonntag von der Turngemeinde Winkel ausgerichtet wurde. Teilnehmen konnten Bürger der Stadt und die Mitglieder ortsansässiger Vereine. Letztlich traf sich dann aber doch wieder die örtliche Boulegemeinde, um aus Ihren Reihen den Stadtmeister 2010 zu ermitteln. Das Ergebnis kann man durchaus als Überraschung werten, wenngleich sich alle einig waren: Der Sieg von Vater Gerhard Kress und Sohn Vincent Schäfer ist nicht nur ein zukunftsgerichtetes Ergebnis, sondern es findet auch allgemeine Zustimmung und Sympathie. Nach einem überzeugenden Auftritt im Finale gilt unser herzlicher Glückwunsch Vincent, dem beeindruckend guten Leger und Gerhard, dem gewohnt sicheren Schießer und Nachleger. BRAVO!
Rüsselsheim war eine Reise wert
Das 7. Biergarten -Mixte der PSG Rüsselheim im Ostpark hatte am 3. Oktober alle Gönner auf seiner Seite. Angefangen beim Wetter, das sich mit Herbstsonne satt präsentierte. Gastgeber, die alle Register einer gute Turnierorganisation und bester Verpflegung zogen und 61 Mixte-Teams, die damit demonstrierten, dass es um die auf gutem Niveau spielenden Menschen beiderlei Geschlechts eigentlich keine Diskussionen geben sollte – wann kommt also endlich die Mixte-Formation in der Liga in allen Klassen als Standard?
Auch aus dem Rheingau waren einige Teams am Tag der Deutschen Einheit in den aus den Ligaspielen und vom Maiturnier bekannten Ostpark in Rüsselsheim aufgebrochen. Zwischen Bäumen wunderschön gelegene Spielflächen mit einem Klettergarten über den Köpfen (nichts für Leute mit Höhenangst) und einem herrlichen Biergarten (daher der Name des Turniers), sind wirklich ausgesprochen attraktiv. Schwierig zu spielen sind die verschiedenen Bahnen auch und deshalb für die Teilnehmer anspruchsvoll, aber eben auch eine gewünschte Herausforderung.
Klaus Mohr wird Deutscher Meister 55+
Wirklich beeindruckernd – im Juli hatten wir, die Ligaspieler des Boule Club RHEINGAU, die Gelegenheit mit Klaus Mohr zur Halbzeit der Ligassaison im Rheingau ein Trainingswochenende zu erleben. Trainierten wir damals mit einem 8-fachen Deutschen Meister, so dürfen wir heute feststellen, dass wir mit einem 9-fachen Deutschen Meister die Ehre hatten. Klaus konnte heute in Gründau einen noch fehlenden Titel in seine Sammlung einreihen: Den Titel des Deutschen Meisters 55+. Herzlichen Glückwunsch – zum Ausdruck auch gebracht in einer persönlichen eMail an Klaus.
Bullerjahn heizt Rockenhausen ein
Nein, „Bullerjahn“ war nicht die Supermannschaft beim 3. Rock 6-Tête, das die heimischen Teams in Angst und Schrecken versetzt hätte; „Bullerjahn“ ist auch nicht das Team, das dem Meister der Rheinland-Pfalz-Landesliga vor der Bundesliga-Aufstiegsrunde das Fürchten lehren will. Nein, „Bullerjahn“ ist die neueste Errungenschaft der Boulefreunde „Le Cochonnet“ Rockenhausen, um uns bei den Hallenturnieren der kommenden Wintersaison nicht nur das Herz, aber auch das, zu erwärmen. Ja, wer ist denn nun „Bullerjahn“? Nun, dann schaut mal hier.
So, das ist nun geklärt und wir können uns dem Turnier zuwenden. 9:00 Uhr – Fähre nach Ingelheim – so war es unter den sechs TeilnehmerInnen des Boule Club RHEINGAU festgelegt, die sich vorgenommen hatten, bei diesem etwas anderen Turnier in Rockenhausen teilzunehmen. Bereits jetzt tauchte die noch tief stehende Sonne die Landschaft über dem Rhein in ein unwirklich rötlich-fahles Licht – das würde ein schöner Tag werden. Auf der anderen Rheinseite angekommen, ging es hurtig nach Rockenhausen, um zum Einschreibeschluss um 10:00 Uhr noch dort einzutreffen. Es klappte und ein sehr schöner Turniertag konnte seinen Lauf nehmen.
