Steter Tropfen höhlt den Stein – so lautet ein deutsches Sprichwort. Dies könnte auch gelten für die Bouleabteilung des TV Dreieichenhain. Mindestens zum 4. Mal dabei und einmal sogar im Finale, gelang in diesem Jahr der große Wurf: Sabine Wagner, Jasmin Gimbel und André Wagner schafften den Sprung auf die Weinwaage, auf der traditionell der Sieger des Bouleturniers in Rheingauer Wein aufgewogen wird. Elf 6-er Kartons Riesling-Secco waren diesmal nötig, um André in die Schwebe zu bringen. Ein stimmungsvoller Abschluss dieses Turniers, das inzwischen einen festen Teilnehmerstamm hat, aber immer wieder auch neue Spielerinnen und Spieler begrüßen kann.
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3. Ostermontags-Boule-Turnier für Mitglieder
Der Frühling ist endlich da, und wie erwartet, sind auch die letzten Spielerinnen und Spieler aus dem Winterschlaf erwacht.
Wie schon in den vorangegangenen 2 Jahren, soll am Ostermontag wieder ein kleines Bouleturnier „just for fun“ in Mittelheim an der Fähre um 14.00 Uhr starten.
Mitzubringen sind gute Laune, Boulekugeln und 1 gefärbtes Osterei
Die Eier werden zusammen mit einigen anderen Kleinigkeiten anschließend beim gemütlichen Beisammensein am Weinstand verzehrt.
Wir freuen uns auf lustiges Osterboule bei hoffentlich weiterhin so herrlichem Wetter.
Johann und Agnes
Ein schöner runder Abschluss
Der Freitag war zur freien Verfügung. Geplant nach dem bis dahin durchaus anstrengenden Progamm war eigentlich ein leichtes Ausbaumeln. Zwei Mitreisende hatten sich bereit erklärt, für das abendliche Grillen beim Algerier in Carpentras Lammfleisch zu holen. Andere wollten auch den Freitagsmarkt in Carpentras besuchen und wieder Andere wollten einfach mal die Beine hochlegen. Für den Nachmittag teilte sich die Gruppe dann in zwei Teile – die Einen haben an dem Platz an der Quelle oberhalb von Malaucène einfach nur ganz locker ein kleines Spielchen gemacht – die Anderen fuhren noch einmal nach Beaumes de Venise, um dort noch einmal beim Freitagsturnier anzutreten.
Und das Chaos gewinnt doch
Nach der Bouletrainingsstunde mit vielen a-ha-Erlebnissen bei den Trainingsteilnehmern und den Begleitenden stand am Nachmittag das Turnier in Carpentras an. Das Boulodrome von Carpentras, für mich das schönste, das ich kenne, stand schon während der ersten Überlegungen auf unserem Plan. Montags, donnerstags und freitags gibt es dort, jeweils am Nachmittag ein Turnier. Wir hatten uns den Donnerstag ausgesucht – 135 Spieler hatten den gleichen Gedanken und so wurden 45 Tripletten gebildet. Wie in Frankreich üblich in Form des Melée, d.h. die Formationen wurden aus den angemeldeten Personen per Los gebildet. Lizenz war an diesem Nachmittag natürlich Pflicht. Unseren Rheingauer Boulern wurden ausnahmslos französische Teampartner zugelost. So weit – so gut. Aber die Art der Teambildung sorgte für die erste Verwirrung: Team 39 – CACERES Francois, JULLIARD Camille, KITZMANN Steffen – wunderbar, aber wer sind die beiden, mit denen Steffen spielen sollte? Niemand hatte eine Nummer oder sonst ein Kennzeichen und bei uns war es mit der französischen Sprache auch nicht so weit her.
Kultur und Boule
Avignon, die Stadt der Päpste im 14. Jahrhundert, stand am Mittwoch auf dem Programm. Der erste Eindruck: In dieser Stadt stoßen auch moderne Navigationssysteme (oder ihre Anwender) an Grenzen. Nach einer, wie wir später feststellten, völlig unnötigen Tour durch die Altstadt fanden wir die riesige, von Kennern der Stadt empfohlene Tiefgarage direkt unter dem Place du Palais. Nur wenige Treppenstufen nach oben und wir standen direkt vor dem Palais des Papes. Absolut beeindruckend. Ein Teil der Gruppe entschloss sich zu einer Führung im Palais. Die imposante Größe der Räume, deren Einrichtung nach den Schilderungen erst in den folgenden Jahrhunderten nach und nach geplündert wurden, lässt aber immer noch ahnen, welche Pracht hier seinerzeit entfaltet wurde.
