Mit der 9. Auflage dieses Turniers kann man daran denken, den Rheingau-Boule-Cup in die Reihe der Traditionsturniere für Bouleinteressierte einzuordnen. In den ersten Jahren gingen die Sieger noch per Ballon in die Luft. Wegen der Unwägbarkeit des Wetters und auch wegen zunehmend begrenzter Sponsorenbudgets wurde in den letzten Jahren auf eine andere Art der Siegerehrung umgestellt: Ein Mitspieler des Siegerteams wurde in Wein aufgewogen. Mit der Umstellung des Turniermodus auf Schweizer System mit Endspiel sind zuletzt allein aus Gründen des Zeitablaufs viele Turnierteilnehmer nicht nur in den Genuss gekommen, das Endspiel mitzuerleben sondern sie konnten sich auch daran beteiligen, das Gewicht eines Spielers aus dem Siegerteam in Form von Weinkartons zu schätzen. Großes Hallo erhob sich immer dann, wenn sich die Waage unter dem Druck der Weinflaschen zu senken begann. Schön war’s – und wir hoffen, dass uns dieser Spaß noch lange erhalten bleibt.
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TG Winkel festigt 1. Platz
Ein starker Auftritt der Boulespieler der TG Winkel am 2. Spieltag der Hessenligasaison 2008. Nicht wie ursprünglich geplant nach Groß Rohrbach (dort gab es nicht behebbare Terminschwierigkeiten bei der Platzbelegung) sondern nach Rodgau führte an diesem Tag der Weg der Rheingauer Spieler. Der dort ansässige TGM SV Jügesheim hatte sich spontan zur Ausrichtung der Spiele der 4. Liga Gruppe Süd bereiterklärt. Gleich die erste Begegnung des Spieltages führte die Spieler der TG Winkel gegen die Mannschaft des Gastgebers. Auf ein paar organisatorische Probleme, die zum Start des Spieltages einen Teil der Jügesheimer Spieler im Anspruch nahmen, reagierten die Winkeler Spieler mit Geduld und Verständnis. Als es dann losging, legten die Winkeler Spieler los wie die Feuerwehr. Nach zwei gewonnenen Triplette-Begegnungen war man auch bei den folgenden drei Doubletten bald auf Siegkurs. Dabei ließ man sich auch von einem plötzlich hereinbrechenden Gewitterschauer und einer deshalb ausgerufenen Spielunterbrechung nicht mehr bremsen. 5:0 hieß es am Ende gegen den Tabellenzweiten des 1. Spieltages.
Sein Debüt in der Mannschaft der TG Winkel gab an diesem Tag Marcel Schmidt. Der gebürtige Wallufer, inzwischen wohnhaft in Winkel, bildete noch einmal eine Verstärkung der schon in Bestbesetzung antretenden Winkeler. Unter den sieben Spielern befanden sich an diesem Tag sechs Spieler, die in jedem Team einen ordentlichen bis guten Schießer abgeben könnten. Das Fehlen sicherer Schießer war an diesem Tag häufig das Problem der gegnerischen Mannschaften. Sollte dies heute den Ausschlag geben?
Marcel und Steffen bestes Jugendteam in Bad Kreuznach
Das Oranienparkturnier in Bad Kreuznach ist seit Jahren ein fester Programmpunkt im Turnierkalender der Rheingauer Bouler. Das im Winter in Rockenhausen gefundene Juniorenteam Marcel Böhm (PC Bacherach) und Steffen Kitzmann (TG Winkel) trafen sich zu einem weiteren gemeinsamen Turnier in Bad Kreuznach.
Ein Auftakt mit drei Siegen katapultierte beide zwischenzeitlich an die Spitze der Rangliste. Damit war die Voraussetzung geschaffen, auf eines der ganz starken Teams im Starterfeld zu treffen. Die fünfte Runde bescherte den beiden dann den Deutschen Meister 2007 im Triplette, Jörg Born (BC Tromm) der diesmal mit Norbert Bär (BC Langen) in den Oranienpark gekommen war. Der Vorjahresfinalist mit seinem neuen Partner führte recht schnell deutlich.
Teilnehmerrekord im Oranienpark
Der Pétanque Club Bad Kreuznach hatte eingeladen und 76 Teams kamen am Fronleichnamstag 2008 zum Bouleturnier in den Oranienpark nach Bad Kreuznach. Nach 58 teilnehmenden Teams im Vorjahr ein großer Schritt und natürlich ein neuer Teilnehmerrekord. Es ist gute Übung, den Ausrichter eines Turniers zum Ende eines Turnierberichts für seine gute Gastgeberrolle zu loben. Das wollen wir diesmal an den Anfang stellen: Schon beim Eintreffen im Oranienpark zeigte sich, dass sich die Ausrichter auf einen größeren Ansturm eingerichtet hatten. Bahnen waren nicht nur unter den zentralen Platanen abgesteckt sondern auch auf den Wegen im Rosengarten. Es fiel sofort auf, dass alle Spielbahnen numeriert waren. Später zeigte sich, dass man damit viel Zeit und Umherirren bei der Suche des gegnerischen Teams einsparen konnte. Das sollte Schule machen, auch bei kleineren Turnieren. Das Team um Reinhold Hassel und Pitt Elben mit vielen nicht namentlich bekannten Helfern organisierte das Turnier völlig unaufgeregt und hatten oft ein Lächeln für die Teilnehmer. Das macht die besondere Atmosphäre dieses Turniers in dem wunderschönen Park. So war es auch für uns selbstverständlich, für dieses Turnier die Trommel zu rühren. Herzlichen Dank an die Ausrichter und wir werden sicher im nächsten Jahr alles daran setzen, als Rheingauer Boulespieler wieder die teilnehmerstärkste Gruppe zu stellen. Dass bereits einen Tag nach dem Turnier ein Bericht und eine Bildergalerie auf der Internetseite der Kreuznacher erschien, setzt eigentlich nur ein Ausrufezeichen hinter dieses Ausrichterlob.
Training: Schießen ohne Angst
Angst beim Schießen – wo gibt’s denn sowas? Mit „Schießen“ ist hier natürlich das eher unsanfte Fortbewegen von Boulekugeln des Gegners gemeint – also nichts Böses. Aber wieso sollte sich da Angst entwickeln?
Nun, das Wegschießen eine gut platzierten gegnerischen Kugel ist zuerst einmal ein verteidigender Spielzug. Man steht also schon mal unter dem Druck eines gegnerischen Vorteils. Dann gilt es natürlich, keine eigene Kugel zu treffen und in vielen Fällen sollte auch das Schweinchen nicht bewegt werden. Ach ja – treffen sollte man die anvisierte Kugel ja auch noch. Da entsteht leicht Druck, der sich ggf. durch Äußerungen der Mitspieler und Gegner auch noch erhöht. Eine leicht aufsteigende Ängstlichkeit führt da schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung und schon geht der Schuss daneben oder trifft gar die eigene Kugel. ÄRGER!
