Sommerfest? War nicht eingeladen zum Sommerturnier? Doch – aber es war durchaus ein Sommerfest. 85 Teams hatten den Weg nach Dreieichenhain gefunden, wobei aus verständlichen Gründen die Teams aus den umliegenden Gemeinden besonders zahlreich vertreten waren. Ein bemerkenswerter Anteil an Jugendlichen ist wohl der Startgeldfreiheit zu danken, aber auch dem Ruf der Dreieichenhainer als Förderer des Boulesports für Jugendliche. So gab es an diesem Tag eine fröhliche Ansammlung von Jung und Alt bei herrlichem Sommerwetter, bei allerbester Verpflegung und manch nettem Spielchen – ein Sommerfest eben.
Auch aus Winkel hatten sich drei Teams aufgemacht. Wetterberichte und der erste Sonnenschein am Morgen ließen die wichtigste Tätigkeit bereits erahnen: wirksamen Sonnenschutz auftragen. Herzlich begrüßt wurden die Rheingauer von Sabine und Hendryk Wagener und ihrem Team auf der wunderschönen Sportanlage in Dreieichenhain – wirklich beeindruckend – sowohl die Begrüßung als auch die Sportanlage. Da man früh gefahren war, konnte man sich ein schattiges Plätzchen unter Bäumen noch aussuchen, was sich an diesem Tag als besonders wertvoll herausstellen sollte.

Mit der 9. Auflage dieses Turniers kann man daran denken, den Rheingau-Boule-Cup in die Reihe der Traditionsturniere für Bouleinteressierte einzuordnen. In den ersten Jahren gingen die Sieger noch per Ballon in die Luft. Wegen der Unwägbarkeit des Wetters und auch wegen zunehmend begrenzter Sponsorenbudgets wurde in den letzten Jahren auf eine andere Art der Siegerehrung umgestellt: Ein Mitspieler des Siegerteams wurde in Wein aufgewogen. Mit der Umstellung des Turniermodus auf Schweizer System mit Endspiel sind zuletzt allein aus Gründen des Zeitablaufs viele Turnierteilnehmer nicht nur in den Genuss gekommen, das Endspiel mitzuerleben sondern sie konnten sich auch daran beteiligen, das Gewicht eines Spielers aus dem Siegerteam in Form von Weinkartons zu schätzen. Großes Hallo erhob sich immer dann, wenn sich die Waage unter dem Druck der Weinflaschen zu senken begann. Schön war’s – und wir hoffen, dass uns dieser Spaß noch lange erhalten bleibt.