Ein Qualifikationsturnier für eine Deutsche Meisterschaft ist ein Turnier wie jedes andere Pétanque-Turnier. Das ist grundsätzlich richtig und doch ist Einiges anders als bei anderen Turnieren. Dies zu erfahren machten sich vier Mitglieder des Boule Club RHEINGAU auf nach Hain-Gründau. Dort sollten am Pfingstsonntag die restlichen zehn Teilnehmer für die Deutsche Meisterschaft in 14 Tagen in Kassel ermittelt werden. Um 7 Uhr Uhr hieß es für Reiner Kitzmann, Eberhard Hucke und Walter Weishaupt Abfahrt aus dem Rheingau; mit von der Partie war auch Steffen Kitzmann, der mit zwei Jugendspielern aus Dreieichenhain verabredet war.
Der gestrige Ligaspieltag war das beherrschende Thema unter den versammelten Spielerinnen und Spielern. Auch in der Begrüßung durch den Bürgermeister und den Sportkreisvorsitzenden wurde angemerkt, mit welchem Enthusiasmus die Boulesportler ihrem Sport nachgehen. Viele südhessische Ligaspieler beklagten, dass sie vom gestrigen Ligaspieltag in Baunatal erst nach Mitternacht wieder zuhause eingetroffen seien. Und dann heute morgen spätestens um 9 Uhr wieder in Hain-Gründau. Nun, liebe Südhessen – bitte nicht allzuviel Selbstmitleid – habt ihr schon mal überlegt, wann ein Spieler in Kassel aufstehen muss, um rechtzeitig zum Einschreibeschluss bei einem Turnier in Hain-Gründau oder gar auf der Tromm zu sein? Und das ist sicher wesentlich häufiger als umgekehrt.
