Boule- oder Pétanqueturniere sind eine tolle Sache und machen Veranstaltern und Teilnehmern viel Freude. Viele erfreuliche Bekanntschaften haben ihren Ursprung in Turnieren. Es macht Spaß auf Turnieren in der Region und auch darüber hinaus mit Leuten zu spielen, denen das Spiel mit den Kugeln ähnlich viel Freude bereitet wie uns selbst. Das Wichtigste: Man hat bei den Turnieren Gelegenheit, gegen gleichstarke und häufig auch stärkere Gegner zu spielen. Wenn man Glück hat, spielt man auch mal gegen einen der Großen, was dann oft zu einer Lehrstunde gerät. Aber wenn man ein Stück schlauer nach Hause fährt, hat sich auch dieser Turniertag bereits gelohnt. Alles bestens und positiv also? Weitgehend schon – aber es gibt leider auch ärgerliche Ausnahmen und die vergällen einen solchen positiven Turniertag sehr schnell.
Menschen – und Boulespieler sind da keine Ausnahme – sind unterschiedlich: Manche sind freundlich und offen, andere sind eher verschlossen vielleicht sogar mal etwas mürrisch. So ist das eben und wird auch für niemanden ein Problem darstellen. Aber wir alle haben auch schon die Spieler erlebt, die in der Lage sind, uns den Spaß an diesem schönen Sport / Spiel zu vergällen. Meist ist dabei Alkohol im Spiel.
Ja, es sind Ausnahmen – aber auch Ausnahmen haben eine Wirkung und die übersteigt weit das zahlenmäßige Vorkommen solcher Fälle. Dieter Hochdörffer, Vorsitzender des Bornheimer Boule Club (Landau / Pfalz) hat in einem Bericht Beobachtungen bei einem Turnier im Mutterland des Pétanque und bei einem beliebigen Turnier in Deutschland gegenüber gestellt.
Ich selbst habe beides schon erlebt: In Frankreich selbst bei einem „Klickerturnier“ auf dem Dorfplatz eine freundliche und nette Gemeinde von Boulespielern, die alle regelfest waren und auch ohne Alkohol viel Spaß hatten. Andererseits neben vielen wunderbaren Turnieren in Hessen und Rheinland-Pfalz aber leider auch einige Stimmungstöter, die offensichtlich ein Petanqueturnier nur als Anlass für eine heftige Sauferei nehmen. Zusammen mit einigen Mitspielern haben wir uns bereits vor einiger Zeit fest vorgenommen, gegen offensichtlich betrunkene Spieler in einer gegnerischen Mannschaft nicht mehr zu spielen – dann haben wir eben 0:13 verloren, aber müssen uns nicht mehr über ein ganzes Spiel hinweg ärgern.
Ich hoffe, dass dieser Artikel und der Bericht von Dieter dazu beiträgt, dass auch noch die ärgerlichen Ausnahmen von unseren Turnieren verschwinden und wir alle uneingeschränkt Spass an diesem schönen Spiel / Sport haben können.
Bei Bouleforum.de läuft übrigens eine Forendiskussion zu dem Vergleich von Dieter. Manche Einlassungen scheinen mir – ohne dass die Verfasser das vermutlich wollten – die erkannten und formulierten Probleme nur zu bestätigen. Schade.
