7. Wintermasters: Strahlender Sonnenschein – bittere Kälte – viele Überraschungen

Die Finalisten des 7. Spieltages: Die Sieger Reiner Kitzmann und Lothar Erb werden eingerahmt von den Zweitplatzierten Klaus Jäger und Rainer Fritzsche. Ein ungewöhnlicher Spieltag, dieser 7. Spieltag der RHEINGAU-Wintermasters 2014/2015. Das begann schon am Freitagabend: Das erste und einzige Turnier dieser Wintersaison, das nicht schon Tage oder Wochen vorher ausgebucht war. So wurde am Nachmittag und Abend noch fleißig telefoniert, um das Starterfeld auf 24 Spieler zu komplettieren (ein weiterer Vorteil des frühen Meldeschluss). Es wäre halt einfach nicht schön gewesen, mit 21 oder 22 Teilnehmern zu starten, weil dann ein oder zwei Tripletten hätten gebildet werden müssen – kein Unglück, aber auch nicht wirklich glücklich.  Der Turniersamstag zeigte sich dann mit strahlendem Sonnenschein – viel zu schön, um in einer Halle / Scheune Boule zu spielen. Aber die Sonne hatte auch für die Anwesenden in der Halle einen Vorteil: bei geöffneten Türen und Toren erwies sie sich als willkommene Heizung. Wie sehr das nützlich war, zeigte sich im weiteren Turnierverlauf, als es bei einbrechender Dunkelheit zunehmend kalt wurde. Aber auf die Spiele hatte das wenig Einfluss und so kam es zu einem Nachmittag der Überraschungen.

Die Überraschungen begannen damit, dass der in der Gesamtwertung führende Roland Wawrzyniak, heute mit Gerd Schnöckel, gegen Heribert Elsemann und Peter Latsch gleich zum Auftakt eine 3 : 13 Niederlage quittieren musste. Während Heribert und Peter nach einer knapp verlorenen Partie in der 2. Spielrunde mit einer 0:13 Klatsche in der 3. Runde vorzeitig die Heimfahrt antreten konnten, fingen sich Gerd und Roland mit einem knappen 8:7 (in Zeitbegrenzung) gegen Phatchanee Latsch und Andreas Bauer. In der 3. Spielrunde trafen Gerd und Roland auf die bis dahin führende Formation Klaus Jäger und Rainer Fritsche. Nach 50 Minuten und zwei Aufnahmen stand es unentschieden 9 : 9 – kein Wunder bei gefühlten 10 Sauschüssen (der Beobachter kam mit dem Zählen nicht mehr nach) mit anschließender Neuaufnahme. Noch eine letzte Kugel bei Roland und Klaus hatte gerade seine letzte Kugel wenige Zentimeter links neben die Sau gelegt – eine lange Konzentrationsphase bei Roland – eine zweite Niederlage an diesem Tag hätte das Ausscheiden in der Vorrunde bedeutet – dann der Schuß und ein Volltreffer bedeutete den 10:9 Sieg in dieser Partie und das Erreichen der KO-Runde. Christel Stoll und Wolfgang Fischer waren in diesem Fall die Leidtragenden, weil Sie durch diesen Sieg von Gerd und Roland auf den 9. Platz verdrängt wurden und damit ausscheiden mussten – da half beiden auch der fulminate 13:0 Sieg in der 3. Spielrunde nicht mehr.

Christina Brabant und Edi Winau, in der 1. Spielrunde noch 13 : 9 Sieger gegen Hans-Jürgen Hildebrandt und Renate Hett, müssten in der 2. Spielrunde gegen Klaus Jäger und Rainer Fritzsche mit 1 : 13 die Segel streichen um dann nach einem sehr knappen 12:13 in der 3 Spielrunde gegen Phatchanee und Andreas auch die frühzeitige Heimfahrt anzutreten. So zeigte sich mehrfach, u.a.  auch in der Auftaktpartie der späteren Tagessieger, dass die ersten Ergebnisse in der Vorrunde wenig Aussagekraft haben. Es kommt in der Vorrunde sehr darauf an, dass sich die zusammengeloste Formation findet und im ersten Schritt zumindest mal die KO-Runde erreicht. Das bedeutet entweder indestens zwei Spiele gewinnen oder ein Spiel hoch gewinnen und die beiden anderen nur knapp zu verlieren, um so über ein positives Spielpunkteverhältnis weiter im Turnier zu bleiben.

Kurz vor 18:00 Uhr waren die  Begegnungen der ersten KO-Runde (Viertelfinale) ausgedruckt und ausgehängt. Ab nun hieß es für alle verbliebenen Teams: gewinnen oder einpacken.  Rosi Kerschl und Peter Pähler, der sich zwischenzeitlich Hoffnungen gemacht hatte, heute den Rückstand auf Roland in der Gesamtwertung verkürzen zu können, mussten gegen Reiner Kitzmann und Lothar Erb mit 6 : 13 ebenso im Viertelfinale einpacken wie Gerd und Roland, die mit 10 : 13 gegen Hans-Jürgen und Renate den Kürzeren zogen. Für Peter Stodolny und Steffen Kitzmann war im Viertelfinale mit 7 : 13 gegen Klaus und Rainer ebenso Endstation.  Im familieninternen Duell fertigten Sylvia Rugar-Bauer mit Roland Rübel das Team Andreas Bauer und Phatchanee Latsch mit 13 :  1 ab. Weil aber beide wohl zusammen nach Hause fahren wollten, musste Andreas noch eine Spielrunde bleiben, um dann mit Sylvia zusammen nach deren 7 : 13 Niederlage im Halbfinale gegen Rainer und Klaus ebenfalls den Turniertag für beendet zu erklären. Hans-Jürgen und Renate ereilte das gleiche Schicksal in der anderen Halbfinalpartie gegen Reiner und Lothar mit 5: 13.

Wegen der zunehmenden Kälte in der Scheune und der fortgeschrittenen Zeit wurde das Finale nun erstmals in verkürzter Form ausgetragen: Start bei 7 : 7. Trotzdem brauchte es noch eine Reihe von Aufnahmen bis Reiner und Lothar mit 13 : 10 gegen Klaus und Rainer den Tagessieg verbuchen konnten. Für Lothar bedeutet das in der Gesamtwertung den Sprung auf Platz 2 und Reiner rückte durch seinen zweiten Tagessieg auf Platz 6 vor.  Klaus, Heribert und Reiner bilden nun ein Trio des Boule Club RHEINGAU unmittelbar hinter dem führenden Quartett mit Roland, Lothar, Peter Pähler und Hans-Jürgen. Um die Plätze an der Sonne innerhalb der Gesamtwertung wird es an den restlichen drei Spieltagen dieser Saison noch manch spannende Partie geben.

Übrigens: zusätzliches Feuer in diesen Nachmittag brachte Edgars vorzügliches Chili-con-carne, weiter aufzupeppen mir Walters home-made Chilipaste, die vorzüglich war, aber wegen der Schärfe doch nur wenig Abnehmer fand. Mehr Abnehmer und Lob fanden Christels Apfelkuchen und Gerhilds Regiment über Kaffeemaschine, Glühwein und Eintopf. So bleibt nach einem gelungenen Turniertag nur noch die Hoffnung zu vermelden, dass am letzten Turniertag der Rheingauer Winterserie in sechs Wochen der Winter Vergangenheit ist und vielleicht bei frühligshaftem Wetter nur zwei Wochen vor Ostern vielleicht sogar ein erster Grillnachmittag möglich sein könnte – drücken wir mal die Daumen.