Moni und André gewinnen in Wächtersbach

Am 13. Mai 2010 (Himmelfahrt) machte sich eine kleine Delegation von fünf Boulespielern aus dem Rheingau auf den Weg zum Vatertagsturnier in Wächtersbach. Nach einigen Anfahrtsschwierigkeiten – die A 3 war bis 12.00 Uhr wegen der Brückenbauarbeiten zur neuen Landebahn voll gesperrt und man musste über die Landstrasse über Langen und Mörfelden ausweichen – kam man mit halbstündiger Verspätung, aber immer noch rechtzeitig zum Meldeschluss in Wächtersbach an. Dies Ereignis zeigt, wie wichtig es ist, immer rechtzeitig loszufahren! Bei 32 angetretenen Teams beschloss der Veranstalter 8 Poules (Vorrunden-Gruppen) mit je 4 Mannschaften zu bilden, von denen die beiden Erstplatzierten sich für das A-Turnier und der jeweils 3. + 4. sich für das B-Turnier (jeweils als KO-Runde gespielt) qualifizierten.

Ein wenig Pech war, dass zwei Teams mit Rheingauer Beteiligung im gleichen Poule starten mussten. So führte die erste Begegnung gleich Steffen Kitzmann und Bianca Krauss gegen Moni Kitzmann, die mit André Wagener vom TV Dreieichenhain ein Team bildete. André ist nicht nur Führender der hessischen Jugendrangliste, sondern wurde vor wenigen Wochen von der Offenbach Post als Sportler des Jahres ausgezeichnet – für Pétanquespieler eine eher seltene Auszeichnung. Steffen und Bianca zogen nicht nur gegen Moni und André den Kürzeren sondern mussten auch gegen das zweite Team im Poule, ein Doublette vom veranstaltenden Verein aus Wächtersbach, eine Niederlage hinnehmen und landeten so im B-Turnier. Dort wurde die nächste Partie zwar gewonnen, aber im Viertelfinale kam dann das „Aus“.

Etwas besser lief es für Reiner Kitzmann, der mit seinem Schwager Michael Freimuth von der TG Winkel antrat. Zunächst wurden beide Poule-Begegnungen gewonnen. Auch das 1. Spiel des A-Turniers konnten die beiden nach deutlichem Rückstand noch für sich entscheiden. Aber auch hier war dann im Viertelfinale „Endstation“.

Am besten lief es für Moni und André. Dem ersten Sieg gegen Steffen und Bianca folgte ein deutlicher Erfolg gegen Florian Panitz und Malte Bonifer (beide sind hessische Kaderspieler der Juniors und Espoires) mit 13:6. In der ersten Begegnung des A-Turniers mussten dann die Gegner (Sugar aus Groß-Gerau mit Partner) sogar ein Fanny verkraften. Wider Erwarten wurde auch das Viertelfinale, wenn auch nach hartem Kampf gewonnen. Und als ob dies nicht schon ein toller Erfolg wäre, konnten sich beide noch bis ins Finale vorspielen.

Im Finale trafen Moni und André auf ein Team aus Lohr am Main – einen Jugendspieler und eine Seniorin. Dies Team hatte auf dem Weg ins Finale etliche gute Doubletteformationen aus dem Rennen geworfen. Moni und André wurden entsprechend von den „Verlierern“ vorgewarnt. Zunächst gingen die Mainfranken auch mit vier Zählern in Führung. Dann aber riss der Faden und Moni und André kamen ins Spiel. Letztlich überraschend deutlich wurde diese Partie und damit das Finale dann gewonnen.

Moni konnte ihr Glück gar nicht fassen: „Das ist ein Gefühl wie Weihnachten“ waren ihre Worte, nachdem sie nach jahrelanger Wartezeit ihrem 1. Turniersieg feiern konnte und das bei einem erfahrungsgemäss immer sehr stark besetzen Turnier in Wächtersbach.

Es sei noch erwähnt, dass noch ein weiterer Rheingauer die Schlussphase und damit den Erfolg miterleben konnte.
Johann hatte nach einem Besuch bei Agnes und Inge, die Erfahrungen beim ersten Ladies Cup in Dietzenbach sammelten,  sich von dort nochmal auf den Weg nach Wächtersbach gemacht. Übrigens sehr zur Freude der bereits anwesenden Rheingauer, die den überraschenden Besuch herzlich begrüssten. Na, das hat sich ja dann gelohnt!

Wie immer in Wächtersbach wurden die Rheingauer, vermutlich aber auch die anderen Spielerinnen und Spieler wieder herzlichst empfangen. Die Bewirtung war ebenfalls wieder hervorragend und so steht fest, dass man auch beim nächsten Mal gerne die etwas längere Anfahrt auf sich nehmen wird, um, wenn es irgend möglich ist, wieder bei einem Turnier in Wächtersbach dabei zu sein.