Das Boulespiel ist eigentlich sehr einfach: Kugel werfen und wenn die näher am Schweinchen liegt, sind die Anderen dran. Nun ja, aber wenn die erste Kugel direkt ins Aus geht? Na klar, dann ist der Gegner dran und muss es besser machen. Soweit auch noch klar. Aber wenn geschossen wird und beide vorhanden Kugel gehen aus; wer ist dann dran? Da gibt es erstes Stirnrunzeln. Und wenn dann noch die nächste gelegte Kugel ebenfalls ins Aus geht, greift in vielen Fällen große Ratlosigkeit um sich und oft wird leider auch Falsches behauptet. Kommt nicht oft vor – stimmt. Aber es ist einfach ungut, wenn derjenige Recht behält, der seinen Standpunkt am lautesten vorträgt. Und es gibt viele weitere Gelegenheiten, bei denen ein wenig Regelkunde absolut nicht schaden kann. Wo gehört der nächste Wurfkreis hin? Wann ist ein Wurf ungültig? Was passiert, wenn Kugel unabsichtlich bewegt oder gar aufgenommen werden? Wo hat man zu stehen, wenn man nicht dran ist?
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Anja hat Glück gehabt
Das Wort „Glück“ hat beim Boulespiel vielerlei Bedeutung. Das Glück des erstmals mit dem Kugelspiel in Berührung Kommenden – aufgenommen, mit Leihkugeln ausgestattet und gleich ins Spiel eingebunden zu werden, ist etwas, was in vielen Bouletreffs zu erleben ist. Da ist das schon sprichwörtliche Glück des Anfängers, beim unbeschwerten Wurf der Kugel den einen oder anderen traumhaften Spielzug zustande zu bringen. Da ziehen dann sogar die hartgesottenen Kugelwerfer symbolisch den Hut. Und nach einiger Zeit beim Spiel stellt sich die Form von Glück ein, deretwegen viele dieses Spiel betreiben: Das Glück, die Welt um sich herum zu vergessen und einfach nur zu spielen. Anja Baumgart-Pietsch hatte nun eine weitere Form des Glücks: Sie berichtete vom Versuch eines kleinen Bouleturniers anlässlich des Schlangenfestes in Schlangenbad am vergangenen Wochenende. Was wegen des nicht so tollen Wetters und mäßiger Beteiligung normalerweise nicht einmal Gehalt für eine kurze Erwähnung gehabt hätte und in jeder Redaktion bestenfalls unter „Ferner liefen“ abgelegt worden wäre, erreichte hier die den Status eines „Vierspalters“, der nur mit Text eine Viertelseite im „Wiesbadener Tagblatt“ auf der Frontpage des Lokalteils füllen durfte. Es ist ein wunderschöner Bericht und die Redaktion hatte Recht, ihm diesen hervorragenden Platz einzuräumen. Und an Anja geht unser Lob: Einen so schönen Bericht über das Boulespiel, der noch dazu alle klassischen Vorurteile (Käse und Rotwein, dazu die Baskenmütze) vermeidet und dabei einen wesentlichen Inhalt dieses Spiels rüber bringt, habe ich bisher noch nicht gelesen. Über die Infizierung Anjas mit dem Boulevirus mache ich mir übrigens keine Sorgen – wir haben da wirkungsvolle Medizin.
Boule beim Schlangenfest
Mit Sommerfesten ist das so eine Sache – lacht die Sonne vom Himmel ist alles bestens, die Leute kommen in Scharen und alle freuen sich. Aber wenn es regnet, noch dazu etwas kühl ist und die Prognose keine Besserung verspricht, gibt es lange Gesichter – bei Gästen und Veranstaltern. Letzteres erwischte beim Schlangenfest in Schlangenbad an diesem Sonntag Veranstalter und Organisatoren. Betroffen war auch der Boule Club RHEINGAU, der bereits im Frühjahr in Abstimmung mit den Organisatoren in Schlangenbad für den Sonntagnachmittag ein Jedermann-Bouleturnier geplant hatte.
Alles war perfekt vorbereitet: Die interessierten Spielerinnen und Spieler sollten, egal ob mit Vorkenntnissen oder völlige Neulinge im Spiel mit den Stahlkugeln, zusammen mit einem erfahrenen Mitglied des Boule Club RHEINGAU ein Team bilden. Damit sollten lange Einweisungen überflüssig sein – einfach mitspielen und dabei erfahren, worum es bei dem Spiel geht und wie man am besten dem Ziel näher kommt.
BC RHEINGAU 1 behauptet Tabellenführung
Ein heißer und langer Ligaspieltag auf der Tromm fand am vergangenen Samstag für das Team des Boule Club RHEINGAU ein glückliches Ende: Trotz einer knappen Niederlage in der letzten Begegnung gegen das Team der TG Winkel hat das Team um Johann Marsch die Tabellenspitze dieser Ligagruppe behauptet.
Mit einem letztlich überzeugenden 4 : 1 Sieg gegen LBJ Wiesbaden 2 gelang zum Auftakt des Spieltages die Revanche für die knappe Niederlage im Vorjahr an gleicher Stelle. Dabei kam es zu einer Über-Kreuz-Konstellation: Michael Busch, Mitglied des BCR, spielte auf Wiesbadener Seite und Uli Degwitz, im Vorjahr noch im Wiesbadener Team, gab seinen Einstand im Team der Rheingauer. Uli glich nach einem entsprechenden Aufruf im Internet den berufsbedingten Ausfall von Bart King aus und fügte sich auf Anhieb gut in das Team mit den Grünhemden.
![]() Tabelle der Pétanque-Hessenliga 3. Liga Süd – Gruppe A nach dem 2. Spieltag 2011 |
Zwei wichtige Turniere:
Winkel und Bad Kreuznach
Im Monat Juni gibt es seit Jahren für die Boulespielerinnen und Boulespieler aus dem Rheingau und natürlich auch darüber hinaus zwei wichtige Turniertermine, die eigentlich ein MUSS darstellen. Die Turngemeinde Winkel veranstaltet den Rheingau-Boule-Cup in Winkel am 19. Juni 2011 im Sportpark an der Vollradser Allee in Oestrich-Winkel, Ortsteil Winkel. Danach am 23. Juni 2011 (Frohnleichnam) startet zum 8. mal das Oranienparkturnier bei unseren Freunden vom Pétanque-Club Bad Kreuznach. Beide Turniere haben den Turniermodus gemeinsam: Schweizer System mit 5 Spielrunden + Finale, wobei je nach Teilnehmerzahl eine Zeitbegrenzung je Runde möglich ist, um den zeitlichen Ablauf im Griff zu halten. Unterschiedlich sind allerdings die Formationen: In Winkel spielt man traditionell Triplette während in Bad Kreuznach ebenso traditionell Doublette gespielt wird. Bei beiden Turnieren ist es ratsam, sich sobald man die Formation gefunden hat, per eMail anzumelden, damit die Einschreibung entsprechend zügig ablaufen kann. Für die Clubmitglieder des BC RHEINGAU wollen wir das gerne zentral übernehmen, auch, um auf diese Weise einen Überblick zu haben, wer schon gemeldet und wer noch frei ist.

