{"id":951,"date":"2009-05-17T12:40:26","date_gmt":"2009-05-17T11:40:26","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=951"},"modified":"2022-09-26T08:26:27","modified_gmt":"2022-09-26T06:26:27","slug":"erstes-dauborner-bouleturnier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=951","title":{"rendered":"Erstes Dauborner Bouleturnier"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Der Bouleplatz in Dauborn ist nicht nur ein sehr sch\u00f6nes Spielgel\u00e4nde, sondern liegt auch traumhaft zwischen Waldrand und Schwimmbad in unmittelbarer N\u00e4he des Ortsrandes.\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Platz-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Platz-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Der Bouleplatz in Dauborn ist nicht nur ein sehr sch\u00f6nes Spielgel\u00e4nde, sondern liegt auch traumhaft zwischen Waldrand und Schwimmbad in unmittelbarer N\u00e4he des Ortsrandes.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>Turniere zu besuchen und sich dort mit anderen Spielern au\u00dferhalb der \u00fcblichen Gruppen bei den Bouletreffs zu messen, ist f\u00fcr viele Boulespieler ein wesentlicher Bestandteil ihres Freizeitvergn\u00fcgens. Auch Elsi, Rainer, J\u00fcrgen und andere Boulebegeisterte aus Dauborn sah man in den vergangenen Jahren regelm\u00e4\u00dfig auf den Turnieren in der Region. Auch in Winkel waren sie \u00fcbrigens schon mehrfach zu Gast. Um Turniere besuchen und dort spielen zu k\u00f6nnen, bedarf es aber immer Einiger, welche die Arbeit auf sich nehmen, ein solches Turnier zu organisieren und dann auch durchzuf\u00fchren. Angefangen von der Terminplanung \u00fcber die Platzfrage bis hin zu den Bekanntmachungen in Turnierkalendern und dem Versand von Einladungen ist bereits dieser Teil der Vorarbeiten zeitraubend. Dann ist aber auch noch eine Helfermannschaft zu akquirieren und zu organisieren, damit die Spielerinnen und Spieler am Turniertag gut versorgt werden und sich wohl f\u00fchlen. Kurzum: Ein Turnier zu veranstalten ist\u00a0ein nicht unerheblicher Akt. Umso mehr sind die Dauborner zu loben, dass sie nun ihr erster Bouleturnier auf die Beine gestellt haben und das mit rundum perfekter Organisation. Dass dabei Platz blieb f\u00fcr viel individuelle Freundlichkeit, entspanntes Miteinander und einen sch\u00f6nen Tag in fast famili\u00e4rer Atmosph\u00e4re ist besonders hervorzuheben. Daf\u00fcr ein gro\u00dfes Lob und ein herzliches &#8222;Dankesch\u00f6n&#8220; an die Crew in Dauborn.\u00a0<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bereits im Winter hatten Eberhard und ich Gelegenheit, bei der Einweihung des neuen Bouleplatzes in Dauborn dabei zu sein. Der \u00f6rtliche Turnverein hatte eines der beiden Mehrzwecksportfelder f\u00fcr den Bau eines Bouleplatzes zur Verf\u00fcgung gestellt. Es handelte sich um Hartpl\u00e4tze, auf denen Tennis, Basketball und vieles andere betrieben werden konnte.\u00a0Der eine Hartplatz blieb erhalten\u00a0und bildete nun eine hervorragende Fl\u00e4che f\u00fcr die Zeltpavillions der Wettkampfleitung und der Versorgung sowie ausreichend viele Sitzgelegenheiten. \u00a0Bei dem anderen Mehrzweckfeld wurde komplett die Oberfl\u00e4che entfernt und im mehrschichtigen Aufbau eine f\u00fcr das Boulespiel geeignete Spielfl\u00e4che aufgebaut. Die Oberfl\u00e4che besteht komplett aus einer Auflage von Bessunger Kies. Ein ganz leichtes Gef\u00e4lle zu einer bereits vorhandenen Entw\u00e4sserungsrinne zwischen beiden Gro\u00dffeldern sorgt f\u00fcr einen schnellen Wasserablauf bei Starkregen. Das war auch in den Tagen und der Nacht vor dem Turniertag so. Es hatte heftig geregnet &#8211; aber der Platz war beim Eintreffen der Spieler optisch trocken, aber noch etwas weich. Wasserablauf und Drainage hatten bestens funktioniert. Im Verlauf des\u00a0Tages wurde auch deutlich, dass der Platz seit der Einweihung im Winter offensichtlich gut gepflegt worden war. Die Oberfl\u00e4che wurde im Verlauf des Tages deutlich h\u00e4rter, als sie\u00a0direkt nach dem Einbau war. Es lohnt sich also, einem solchen Platz auch die notwendige\u00a0Zeit zum Setzen zu geben. Zur Art des Platzes und seinem Einfluss auf das Spiel wird sp\u00e4ter noch einiges zu sagen sein.<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Ein perfektes Detail: Die Tafel mit Bahnnummer und Ergebnisanzeige.\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Tafel-600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Tafel-180.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ein perfektes Detail: Die Tafel mit Bahnnummer und Ergebnisanzeige.\" hspace=\"10\" width=\"180\" height=\"240\" align=\"left\" \/> <\/a>Auf dem Platz waren 14 Bahnen abgesteckt. Besonders positiv und ein Zeichen f\u00fcr die Perfektion im Detail: Am Kopfende jeder Bahn war am umgrenzenden Drahtzaun eine weithin sichtbare Ergebnisanzeige mit Bahnnummer angebracht. So gab es\u00a0beim Finden der zugelosten Bahnen und beim Verfolgen des Spielstands einer Partie keinerlei Probleme. Vorbildlich!<\/p>\n<p>Nach einer ganz entspannten Anfahrt \u00fcber die H\u00fcnerstra\u00dfe (hat nichts mit H\u00e4hnchen und ihren Verwandten zu tun) durch eine reizvolle Landschaft trafen vier Rheingauer fr\u00fchzeitig in Dauborn ein und erhielten die Startnummern 1 und 2: Ich wollte heute mit Eberhard Hucke zusammen spielen und so das damals bei der Einweihung nicht machbare Spiel nachholen; Reiner Kitzmann hatte sich mit seinem Sohn Steffen zusammen getan, wobei sich Reiner heute in der etwas ungewohnten Rolle des Legers \u00fcben wollte. In offizieller Funktion \u00fcbergab ich J\u00fcrgen Melzbach vor Turnierbeginn die gew\u00fcnschten Exemplare des neuen HPV-P\u00e9tanque-Flyer, die anl\u00e4sslich dieses Turnier im Laufe des Tages verteilt wurden.<\/p>\n<p>Zum Platz und zum Spiel: Der Platz war an diesem Morgen, wie man so sagt, potteben. Durch den vielen Regen der vergangenen Tage war der Belag etwas weich, was sich aber, wie vermutet im Laufe des Tages durch Sonneneinwirkung schnell \u00e4nderte. Nun gibt es eine nicht unwesentliche Anzahl von Boulespielern, die solche glatten B\u00f6den nicht m\u00f6gen. Ich erinnere mich\u00a0dabei immer an eine Aussage unseres damaligen &#8222;Kursleiters&#8220; J\u00fcrgen &#8222;Joppo&#8220; Albers, der\u00a0sagte: &#8222;Ein guter Spieler muss auf jedem Boden spielen und gewinnen k\u00f6nnen &#8211; und auch auf einem solchen Boden muss man erst mal gewinnen&#8220; &#8211; Recht hat er! Und heute, nach den konkreten Erfahrungen des gestrigen Tages gehe ich sogar einen Schritt weiter und behaupte: Ein solcher Boden legt gnadenlos die individuellen spielerischen, technischen und taktischen Schw\u00e4chen offen. Da gibt es nicht den Stein, der als Entschuldigung f\u00fcr eine versprungene Kugel herbeigesehen werden kann. Vermutlich hat man das Loch an der vorgesehenen Donn\u00e9e vorher nicht geschlossen oder ganz einfach die Donn\u00e9e nicht getroffen. Und wer ein Loch nur einfach durch ein wenig Wischen schloss und anschlie\u00dfend mit der Kugel im noch weichen Untergrund h\u00e4ngen blieb, kann auch nicht dem Platz die Schuld geben.<\/p>\n<p>Einige f\u00fchren\u00a0dann sozusagen zur Entschuldigung an, dass hier und heute die Kullerspieler oder Kegler ihren Tag haben. Dabei vergessen Sie, dass best\u00e4ndig gutes Legen \u00fcber mehrere Spiele, wie wir es beispielsweise bei der sp\u00e4teren Turniersiegerin Corinne beobachten konnten, bestimmt ein Merkmal guten und effektiven Spiels auf diesem Boden ist. Wie das auf anderen B\u00f6den aussieht, wissen wir nicht &#8211; vielleicht spielt sie da anders? Hier jedenfalls hat sie gewonnen. Daraus ist aber ein klarer Schluss zu ziehen: \u00c4sthetisch ansprechend mit formvollendem Schwung die Kugel zu werfen, mag auf der Galerie den einen oder anderen Zuschauer beeindrucken &#8211; effektiv und ergebnisorientiert ist in der Regel und insbesondere auf diesem Boden etwas anderes. Die abschlie\u00dfenden Bilder in vielen Aufnahmen zeigten, dass es gro\u00dfteils sehr eng zuging. Mit einer Kugel, die beim Legen 20 cm neben der gedachten Linie aufgesetzt wurde, war heute kein Staat zu machen. Wie gesagt: Der Boden legte Pr\u00e4zisionsm\u00e4ngel gnadenlos offen.<\/p>\n<p>Nun soll aber das Boulespiel kein st\u00e4ndiger Frustgenerator sein, auch wenn es angesichts der solcherart &#8222;bestraften&#8220; M\u00e4ngel mal dazu kommen konnte. Ein solches Erleben sollte Ansporn sein, die individuelle Technik zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu verbessern. Pr\u00e4zises Legen, das wurde an diesem Tag wieder einmal \u00fcberdeutlich vor Augen gef\u00fchrt, ist ein wesentlicher Schl\u00fcssel zum Erfolg. Wenn man es dann noch schafft, mit einer guten Spieltaktik und mittleren Schusstreffern, das Schie\u00dfen eigener gutplatzierter Kugeln und das Hereindr\u00fccken fremder Kugeln zum Punkt auszuschalten, ist man fast schon unter den Siegern eines Turniers. Entschuldigung, aber so einfach kann Boule sein.<\/p>\n<p>In Dauborn wurde an diesem Tag mit 20 Mannschaften in f\u00fcnf Vierergruppen die Vorrunde gespielt. In jeder Gruppe spielte jede Mannschaft gegen jede. Die beiden Ersten jeder Gruppe gingen ins A-Turnier &#8211; die anderen ins B-Turnier. So hatte jedes Team an diesem Tag mindestens vier Spiele &#8211; das lohnte den Weg.<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Reiner und Steffen - diesmal in Dauborn am Start die Kombination Vater\/Sohn.\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Reiner-Steffen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Reiner-Steffen-180.jpg\" border=\"0\" alt=\"Reiner und Steffen - diesmal in Dauborn am Start die Kombination Vater\/Sohn.\" hspace=\"10\" width=\"151\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>Reiner und Steffen trafen in ihrem ersten Spiel gleich auf zwei alte Bekannte: Annette Riederer und Jens Dengler aus R\u00fcsselsheim. Hier behielten Reiner und Steffen mit 13 : 6 die Oberhand, wie in den beiden folgenden Partien auch:\u00a0 13 : 7 und 13 : 3 &#8211; damit standen beide als Gruppensieger fest und der Sprung ins A-Turnier war geschafft. Eberhard und Walter taten sich in ihrem ersten Spiel gegen das Dauborner Team Gitte B\u00fcger und Detlef Bastady schwer und verloren knapp mit 11:13. Die beiden folgenden Spiele wurden mit 13 : 8 und 13 : 7 klar gewonnen, was auch diesen Beiden den 1. Platz in ihrer Gruppe und damit die Qualifikation f\u00fcr das A-Turnier einbrachte. Gut so, wenngleich in der Vorrunde bei beiden Teams schon Schw\u00e4chen sichtbar wurden, die noch Folgen haben sollten.<\/p>\n<p>Eberhard und ich hatten das Pech, f\u00fcr die Cadrage ausgelost zu werden. Nun ging es f\u00fcr uns gegen Annette und Jens zum zweiten Duell Rheingau vs. R\u00fcsselsheim.\u00a0 0 : 3, 0 :6 und 0 : 7 &#8211; das war f\u00fcr die Rheingauer nicht gerade ein Bilderbuchstart. Eine ungl\u00fcckliche Aktion in der ersten Aufnahme, der \u00c4rger dar\u00fcber in der zweiten Aufnahme und ehe man sich versieht hei\u00dft es eben 0 : 7. Dann waren aber die Rheingauer dran. Fast ein Durchmarsch, aber beim 12 : 7 stockte der Motor. Mehrfach die Chance zum 13. Punkt &#8211; aber irgendwie und auf irgendeine Art verdattelt &#8211; und letztlich war dann immer eine Kugel von Annette oder Jens besser. Schlie\u00dflich stand es 12 : 12. Auch in der letzten Aufnahme war noch alles m\u00f6glich &#8211; aber nichts war, Annette und Jens gewannen nach einem kuriosen Spiel mit dem knappsten aller Ergebnisse und Eberhard und ich konnten uns den weiteren Verlauf des Turniers von drau\u00dfen ansehen. Manchmal kann man sich beim Boule auch richtig \u00e4rgern.<\/p>\n<p>Reiner und Steffen blieb die Cadrage erspart und sie starteten gleich in der KO-Runde. Gegen Dieter Koch und Michael Leiter gab es ein 13 : 7 und damit den Einzug ins Halbfinale. Die dort erlittene 8:13 Niederlage gegen Corinne und Hendric Mrowiec aus Ehringshausen war Beispiel f\u00fcr die negativen Wirkungen einer mentalen Abw\u00e4rtsspirale\u00a0und den Unterschied zwischen &#8222;Sch\u00f6nspiel&#8220; und &#8222;Effektivspiel&#8220;. Da hilft kein nachtr\u00e4gliches Zetern und \u00c4rgern: Mehr trainieren, pr\u00e4ziser spielen und im Wettkampf durch viel praktische \u00dcbung mentale Standfestigkeit erreichen. Ab und zu mal eine Kugel zu werfen reicht auch in einem solch kleinen Turnier leider nicht f\u00fcr mehr. Bitter aber wahr.<\/p>\n<p>Im Finale, in dem wir unseren Wiesbadener \/ Auringer Bekannten Marlies und Gerhard Kopplow leider erfolglos die Daumen dr\u00fcckten, hatten Corinne und Hendric mit 13 : 6 das bessere Ende f\u00fcr sich. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Turniersieg. F\u00fcr die Rheingauer war es gut, noch ein wenig in Dauborn geblieben zu sein und bei den restlichen Spielen zugeschaut zu haben. So war der erste Frust auf der Heimfahrt verraucht und die Erkenntnis konnte reifen, dass die am Freitag bereits diskutierte Idee, einer geschlossenen Teilnahme am bereits geplanten Thementraining &#8222;Sicheres Legen&#8220; auf jeden Fall ein empfehlenwerter weiterer Schritt zu einer Verbesserung des Spielverm\u00f6gens ist.\u00a0 Nun den, so hat jedes Turnierspiel seine speziellen Erkenntnisse: Dauborn ist auch k\u00fcnftig ein sicherer Termin auf unserem Turnierkalender und Schw\u00e4chen sind zu erkennen und dann Schritt f\u00fcr Schritt durch gezieltes Training zu beheben.<\/p>\n<p>Hier gibt es den Turnierbericht von Rainer Fritzsche vom Veranstalter Rote Erde Bouler Dauborn.<br \/>\n<a class=\"thickbox\" title=\"Der Aufbau des Veranstalters: Zeltpavillions f\u00fcr Turnierleitung sowie Getr\u00e4nke- und Speisenversorgung und dazu ausreichend Sitzpl\u00e4tze auf ebenem Boden. Die Regenreste des Vortages und der Nacht sind auf dem Hartplatz deutlicher zu sehen als auf dem Bouleplatz - aber die Sonne wird es richten.\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Zelte-1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Dauborn-Zelte-550.jpg\" border=\"0\" alt=\"Der Aufbau des Veranstalters: Zeltpavillions f\u00fcr Turnierleitung sowie Getr\u00e4nke- und Speisenversorgung und dazu ausreichend Sitzpl\u00e4tze auf ebenem Boden. Die Regenreste des Vortages und der Nacht sind auf dem Hartplatz deutlicher zu sehen als auf dem Bouleplatz - aber die Sonne wird es richten.\" width=\"550\" height=\"231\" \/> <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Turniere zu besuchen und sich dort mit anderen Spielern au\u00dferhalb der \u00fcblichen Gruppen bei den Bouletreffs zu messen, ist f\u00fcr viele Boulespieler ein wesentlicher Bestandteil ihres Freizeitvergn\u00fcgens. 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