{"id":937,"date":"2009-05-10T21:58:17","date_gmt":"2009-05-10T20:58:17","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=937"},"modified":"2014-10-31T13:56:50","modified_gmt":"2014-10-31T12:56:50","slug":"ganselieselturnier-in-gottingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=937","title":{"rendered":"G\u00e4nselieselturnier in G\u00f6ttingen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Freudige Begr\u00fc\u00dfung mit den Spielerinnen und Spielern aus Kassel - heimatliche Bande....\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Goettingen-Kassel-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Goettingen-Kassel-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Freudige Begr\u00fc\u00dfung mit den Spielerinnen und Spielern aus Kassel - heimatliche Bande....\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>Hessen-Nord ist f\u00fcr die s\u00fcdhessischen Boulespieler eher unbekanntes Terrain &#8211; zumindest dann, wenn man nicht eine Quali oder eine DM in Kassel spielt. Nordhessische Spieler hingegen mussten in den vergangenen Jahren h\u00e4ufiger zu den Liga-Gro\u00dfspieltagen in den hessischen S\u00fcden. Noch etwas weiter als Hessen-Nord liegt G\u00f6ttingen kurz hinter der Grenze zu Niedersachsen. Und dort gibt es seit Jahren einen famili\u00e4ren Treff vorwiegend der nieders\u00e4chsischen P\u00e9tanquespieler beim G\u00f6ttinger G\u00e4nselieselturnier.<\/p>\n<p>Das Turnier wurde in diesem Jahr auch zum Familientreff f\u00fcr ein Rheingauer Team. Inge und Walter, begleitet von Reiner,\u00a0machten Zwischenstation bei ihrem Sohn Laif in Kaufungen bei Kassel. Nach der Anreise zur Zwischenstation bereits am Freitag ging es am Samstagmorgen nach G\u00f6ttingen. Uns erwartete in der S\u00fcdstadt ein herrlicher Sportpark mit einer traumhaften Bouleanlage, die heute um einige Fl\u00e4chen und Wege erweitert als Turnierplatz hergerichtet war. So wie hier w\u00fcnschen wir uns ein Boulodr\u00f4me im Rheingau &#8211; man darf ja schlie\u00dflich mal tr\u00e4umen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der erste Weg f\u00fchrte zur Einschreibung. V\u00f6llig unaufgeregt und perfekt organisiert wurde die Einschreibung absolviert. Dem Anspruch eines nieders\u00e4chsischen Ranglistenturniers war neben der Einschreibung noch vieles andere gewachsen, worauf im Laufe des Berichts noch einzugehen ist. Jetzt war aber erst mal Einspielen auf den unterschiedlichen Platzbel\u00e4gen angesagt. Zwischendurch gab es immer wieder Gelegenheit, Bekannte von den Rumkuglern aus Kassel zu begr\u00fc\u00dfen: Mirko, J\u00f6rg, R\u00fcdiger, Angela, Andrea, Gerhard, nat\u00fcrlich HPV-Vize Georg &#8222;Schorsch&#8220; und eine Reihe weiterer Spieler aus der nordhessischen Metropole. Ansonsten war naturgem\u00e4\u00df ein v\u00f6llig anderes Starterfeld in G\u00f6ttingen, als die immer wieder \u00e4hnlichen Starterfelder bei den Turnieren in S\u00fcdhessen. Das hat einen besonderen Reiz, da man, von einigen deutschen Top-Spielern abgesehen, die meisten Spielerinnen und Spieler nicht kannte und deshalb auch nicht einordnen konnte.<\/p>\n<p>Gespielt wurde im Schweizer System \u00fcber sechs Runden, wie bei der Begr\u00fc\u00dfung der 52 Teams mitgeteilt wurde. Ein wesentlicher Nachteil des Schweizer Systems ist die zeitliche Unberechenbarkeit. Hier leistete die Turnierleitung in G\u00f6ttingen Besonderes: Die Runden wurden jeweils vorgelost und sobald ein wesentlicher Teil der Partien einer Runde beendet war, wurden die schon klaren Partien der n\u00e4chsten Runde bereits \u00f6ffentlich angezeigt. Durch die gleichzeitige Zuweisung der Spielbahn durch die Turnierleitung, konnten die bereits fertigen Mannschaften bereits in der n\u00e4chsten Runde spielen. So konnten sich teilweise l\u00e4nger laufende Partien der einen Runde mit denen einer anderen Runde \u00fcberlappen. Das klappte perfekt und ist unbedingt nachahmenswert! So war bis auf eine einzige nachh\u00e4ngende Partie einschlie\u00dflich des &#8222;Endspiels&#8220; gegen 20:30 Uhr alles gelaufen und die Helfer konnten schon Teile des Turnierplatzaufbaus abbauen. Nach sechs gespielten Runden bei einem Start kurz vor 10 Uhr ist das eine wirklich beachtenswerte Leistung.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Turnierorganisation war perfekt. Die Schiedsrichter fielen uns besonders positiv auf. Drei Schiedsrichter, durch entsprechende Kleidung klar erkennbar, waren st\u00e4ndig auf dem Turniergel\u00e4nde pr\u00e4sent, jederzeit bei Bedarf ansprechbar und auf eine angenehm zur\u00fcckhaltende Art \u00e4u\u00dferst wirksam. So wurde die nicht regelkonforme Platzierung eines neuen Wurfkreises bei unserem gegnerischen Team in netter Art und Weise angesprochen und die korrekte Ausf\u00fchrung kurz erkl\u00e4rt. Angenehm und v\u00f6llig entspannt. Wie wirkungsvoll diese Pr\u00e4senz war, konnten wir an zwei Beobachtungen festmachen: Auf den Bahnen und im Umfeld der laufenden Spiele zwischen den Bahnen wurde nicht geraucht (!) und es waren auch keine Bierflaschen oder -gl\u00e4ser zu sehen. Einfach das selbstverst\u00e4ndliche Umfeld einer Sportveranstaltung &#8211; seien wir ehrlich: Das ist l\u00e4ngst nicht bei allen gro\u00dfen Turnieren so. Aber \u00fcberaus angenehm und daf\u00fcr, wie f\u00fcr die wirklich perfekte Gesamtorganisation\u00a0der G\u00f6ttinger\u00a0ein ganz gro\u00dfes Lob!<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Das Team vom Boule Club RHEINGAU beim G\u00e4nselieselturnier in G\u00f6ttingen: Reiner Kitzmann, Inge und Walter Weishaupt\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-Goettingen-Team-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-Goettingen-Team-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Das Team vom Boule Club RHEINGAU beim G\u00e4nselieselturnier in G\u00f6ttingen: Reiner Kitzmann, Inge und Walter Weishaupt\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>An der Turnierorganisation konnte es also nicht gelegen haben, dass\u00a0unser Rheingauer Team \u00fcberhaupt nicht ins Turnier fand.\u00a0Die Begegnungen der ersten drei Runden gingen in dieser Reihenfolge mit 10 : 13,\u00a0 11 : 13 und 9:13 verloren. Es war unglaublich, was die Rheingauer an diesem Tag verlegten und verschossen. Das hatte zur Folge, dass von Selbstbewusstsein nach der dritten Niederlage keine Spur mehr zu sehen war. Dabei waren die\u00a0Gegner bei realistischer Einsch\u00e4tzung keinesfalls so stark, dass die Niederlagen unabwendbar waren &#8211; da haben die Rheingauer in den letzten Monaten gegen deutlich st\u00e4rkere Teams viel besser ausgesehen. Aber wenn es mal nicht l\u00e4uft, dann l\u00e4uft es eben nicht.<\/p>\n<p>In einem Anfall von Fatalismus w\u00fcnschte sich Inge dann ein Spiel gegen ein Team, in dem eine Frau durch Ihr Outfit besonders auffiel. Wir kannten sie schon aus dem\u00a0vergangenen Jahr vom Holstentorturnier in Travem\u00fcnde. Wie das so manchmal ist mit selbsterf\u00fcllenden Prohezeihungen: Die Auslosung f\u00fcr die 4. Runde f\u00fchrte uns mit dem Team von Therese, so hei\u00dft die Dame, zusammen. Gegen sie und Ihre Partner Rainer und Siegfried gelang den Rheingauern endlich der erste Sieg an diesem Tag. Aber erst\u00a0gegen 15:00 Uhr aufzuwachen, ist f\u00fcr ein solches Turnier einfach zu\u00a0wenig. Sollte das jetzt doch noch die Wende zum Guten werden?<\/p>\n<p>In der\u00a05. Runde ging es gegen das Team, gegen das Laif, Mirko und Petra gerade zuvor verloren hatten. Pl\u00f6tzlich lief es bei den drei Rheingauern besser. Einfach mal die Positionen\u00a0tauschen entwickelte sich zu einem &#8222;Hallo-Wach-Signal&#8220;. Ein 13 :\u00a06 Erfolg war die Belohnung f\u00fcr eine deutlich konzentriertere Leistung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die letzte Runde hatte man sich nun vorgenommen, mit einem weiteren Sieg f\u00fcr eine letztlich ausgeglichene Bilanz dieses Turniertags zu sorgen. Die ersten gespielten Kugeln lie\u00dfen dies Vorhaben in weite Ferne r\u00fccken. Das deutlich st\u00e4rkste Team an diesem Tag und die mit Abstand schwierigste Bahn mit Gef\u00e4lle zu einer Seite. Aber pl\u00f6tzlich spielten Walter, Inge und Reiner in der Form, die man eigentlich von Anfang an erwartet h\u00e4tte. Die Partie war eng und als Inge den letzten Punkt legte und so den 13 : 10 Sieg perfekt machte, war der Jubel bei den Dreien gro\u00df. Nach einem desastr\u00f6sen Auftakt letztlich noch eine vers\u00f6hnliche Bilanz: Nach drei Niederlagen folgten drei Siege. Besonders die Tatsache, dass zum Schluss\u00a0gegen den spielst\u00e4rksten Gegner eine \u00fcberzeugende Leistung abgerufen werden konnte.<\/p>\n<p>Laif und Rosi hatten f\u00fcr diesen Abend noch zu einem gemeinsamen Essen bei einem herausragenden &#8222;Griechen&#8220; eingeladen. Deshalb musste man den Turnierplatz dann\u00a0letztlich doch vor Ver\u00f6ffentlichung des endg\u00fcltigen Klassements verlassen &#8211; herausgekommen sein d\u00fcrfte ein Platz im Mittelfeld. Heute war mehr drin &#8211; aber das hervorragende Essen tr\u00f6stete \u00fcber den leichten Frust hinweg. So hatte ein letztlich sehr sch\u00f6ner Turniertag in G\u00f6ttingen nicht nur ein vers\u00f6hnliches Ergebnis sondern im Restaurant auch einen perfekten Abschluss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hessen-Nord ist f\u00fcr die s\u00fcdhessischen Boulespieler eher unbekanntes Terrain &#8211; zumindest dann, wenn man nicht eine Quali oder eine DM in Kassel spielt. Nordhessische Spieler hingegen mussten in den vergangenen Jahren h\u00e4ufiger zu den Liga-Gro\u00dfspieltagen in den hessischen S\u00fcden. Noch etwas weiter als Hessen-Nord liegt G\u00f6ttingen kurz hinter der Grenze zu Niedersachsen. 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