{"id":4002,"date":"2012-08-06T13:25:32","date_gmt":"2012-08-06T11:25:32","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=4002"},"modified":"2012-08-06T13:26:14","modified_gmt":"2012-08-06T11:26:14","slug":"ein-ausflug-zu-den-masters-de-petanque","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=4002","title":{"rendered":"Ein Ausflug zu den Masters de P\u00e9tanque"},"content":{"rendered":"<p>Sehen, staunen und begeistert sein &#8211; das zu erleben, waren auch Laif und Mirko aus Kassel angereist und machten in Winkel im elterlichen G\u00e4stezimmer Zwischenstation. So brachen am Freitagmorgen (29.7.2012) aus dem Rheingau sechs Boulebegeisterte auf und fuhren ca. 160 km nach Wissembourg im Elsass, gleich hinter der deutsch-franz\u00f6sischen Grenze nur wenige\u00a0Meter hinter dem Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach (Pfalz). In Wissembourg war eine Arena mit mobilen Trib\u00fcnen rund um vier Spielfelder hergerichtet. Auf dem Asphalt des Marktplatzes war eine d\u00fcnne Schicht Sand ausgebracht, auf der einige grobe Steine verteilt waren. So war ein &#8222;Kullern&#8220; unm\u00f6glich (w\u00e4re auch unter der W\u00fcrde der angetretenen Spieler gewesen) und trotzdem konnten die Kugeln \u00fcberraschend pr\u00e4zise auf dem harten Untergrund platziert werden.<\/p>\n<p><!--more-->F\u00fcr die Angekommenen\u00a0gab es gleich zu Anfang eine kleine Entt\u00e4uschung: Dylan Rocher und Philipp Quintais, zwei Top-Stars des P\u00e9tanque, waren in Wissembourg leider nicht am Start. Das ist damit zu erkl\u00e4ren, dass f\u00fcr die Turnierserie &#8222;Masters de P\u00e9tanque&#8220; jedes Team aus vier Spielern besteht. Damit ist man ger\u00fcstet bei allen sechs Terminen auch bei Krankheit oder wichtigen anderen Terminen immer ein komplettes Team (Triplette) auf den Platz zu bringen. Aber die Spieler, die an diesem Tag in Wissembourg spielten, waren immer noch eine Ansammlung klangvoller Namen. So stellte Frankreich neben der aktuellen Nationalmannschaft vier weitere Teams, die alle einer gro\u00dfen internationalen Meisterschaft alle Ehre gemacht h\u00e4tten. Komplettiert wurde das acht Mannschaften umfassende Feld durch das Team von Monaco,\u00a0das Team aus\u00a0Madagaskar und ein lokales Team aus dem Veranstaltungsort.<\/p>\n<p>Das nach Ansicht der Rheingauer Besucher favorisierte Team &#8222;FRANCE 1&#8220; mit Henri Lacroix, Bruno le Boursicoud und Philippe Suchaud (ein Team, das immerhin 9 Siege bei den Masters de P\u00e9tanque zu verzeichnen hatte) musste bereits in der ersten Runde nach einer Niederlage die\u00a0Segel streichen, ebenso wie das Team &#8222;SEVILLA&#8220; die zwar ohne Philippe Quintais, aber immerhin mit Christophe Sevilla, Matthieu Gasparini und Simon Cortes\u00a0angetreten waren.<\/p>\n<p>So wurde an diesem Tag aus Sicht der Rheingauer (und vermutlich nicht nur der) Jean-Marc Foyot zum absoluten H\u00f6hepunkt und Star dieses Veranstaltungstages. Fast 60 Jahre alt (Jahrgang 1953) war Foyot nicht nur der bestimmende Spieler des Teams mit Michel Schatz und Pascal &#8222;Bum-Bum&#8220; Milei, sondern mit seiner Pr\u00e4zision beim Legen \u00e4u\u00dferst beeindruckend. Ulis Originalkommentar: &#8222;Legen ohne Worte&#8220;.<\/p>\n<p>Dieser Mann ist, wie auch Mirko, der Foyot einmal in Florida traf, berichtete, sich seiner Ausstrahlung und seines Wertes f\u00fcr die Pr\u00e4sentation des P\u00e9tanquesports durchaus bewusst. Dazu eine kleine Episode: Vor dem Finale gegen die Formation Zvonko Radnic, Charles Weibel und Kevin Philipson ergab sich w\u00e4hrend des Einspielens eine sichtbar frozzelnde Unterhaltung zwischen Foyot und Radnic. Dann warf Zvonko Radnic, alles andere als ein Nobody in der Szene, das Schwein auf ca. 10m, die \u00fcbliche Entfernung franz\u00f6sischer Spitzenspieler, und legte anschlie\u00dfend seine Kugel etwa 20 cm neben die Sau. Marc Foyot, gerade noch im Gespr\u00e4ch mit Zuschauern, drehte sich nach dem aufkommenden Beifall f\u00fcr Radnic&#8217;s Wurf kurz um und warf seine Kugel mit einem tollen H\u00f6chstport\u00e9e in Richtung Sau. Die Kugel blieb direkt an der Sau liegen. Ob nun ein Zufallstreffer oder nicht &#8211; das Publikum jauchzte vor Begeisterung und Marc Foyot nahm huldvoll die Ovationen mit erhobenen Armen entgegen. Der Mann wei\u00df wirklich eine gute\u00a0 Schau zu inszenieren!<\/p>\n<p>Doch all das war Vorgepl\u00e4nkel und n\u00fctzte wenig im eigentlichen Finalspiel. Pascal Milei, der Schie\u00dfer, bis dahin an diesem Tag beeindruckend sicher, hatte wohl irgendwie den Faden verloren und scho\u00df nun pl\u00f6tzlich entweder ein Loch oder traf die gegnerische Kugel so ungl\u00fccklich, dass sie im Zweifelsfall noch besser platziert war als vor dem Schuss. Zvonko Radnic gl\u00e4nzte mit dem, womit Marc Foyot die vorherigen Spiele beeindruckend dominiert hatte: ganz pr\u00e4zises Legen. Da sich Tireur Kevin Philipson und auch Milieu Charles Weibel kaum Schw\u00e4chen leisteten, erspielte sich das Team schnell einen deutlichen Vorsprung. Die Sau ins Aus zu bef\u00f6rdern, war mehrmals die letzte Rettung f\u00fcr das zur\u00fcckliegende Team. Aber auch\u00a0diesen Notausgang zelebrierte Marc Foyot mit der ihm eigenen Grandesse. Am deutlichen Sieg des Teams Radnic, Weibel und Philipson \u00e4nderte aber all das nichts mehr. Eine herzliche Gratulation zum Sieg qualifizierte das an diesem Tag unterlegene Team als faire Sportler. Vielleicht l\u00e4uft in der n\u00e4chsten Runde schon alles anders.<\/p>\n<p>Ein br\u00fctend hei\u00dfer Tag war zu Ende an dem ganz gro\u00dfer Sport zu sehen war. In diesem Jahr lief es \u00fcbrigens etwas anders als im Vorjahr: Dominierten im Vorjahr in einem wahren Schie\u00dferfestival die Tireure, so waren in diesem Jahr die Leger die bestimmenden Spieler.Was gab es zu lernen? Alles was vor der Sau an Kugeln liegen bleibt, egal wie weit weg und was so noch eine Gefahr darstellen k\u00f6nnte, wurde sofort weggeschossen &#8211; sollten wir uns merken.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Winkel bereiteten sich Laif und Mirko bereits auf den n\u00e4chsten Tag vor: Wenn man schon mal in der Gegend ist und der Termin so g\u00fcnstig ist, wollen beide am Samstag beim Mittelrheinpokal in Bacharach mitspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen, staunen und begeistert sein &#8211; das zu erleben, waren auch Laif und Mirko aus Kassel angereist und machten in Winkel im elterlichen G\u00e4stezimmer Zwischenstation. 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