{"id":2814,"date":"2011-04-06T00:46:54","date_gmt":"2011-04-05T22:46:54","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=2814"},"modified":"2014-10-31T12:53:34","modified_gmt":"2014-10-31T11:53:34","slug":"sehen-staunen-siegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=2814","title":{"rendered":"Sehen &#8211; Staunen &#8211; Siegen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Ein wunderbare Kleinod mit Darstellung des Spiels mit den Eisenkugeln \u2013 leider einfach zu teuer, um es in unser nicht vorhandenes Clubheim mitzunehmen.\" href=\"wp-content\/bilder\/2011-03-diarama-boulespiel-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2011-03-diarama-boulespiel-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ein wunderbare Kleinod mit Darstellung des Spiels mit den Eisenkugeln \u2013 leider einfach zu teuer, um es in unser nicht vorhandenes Clubheim mitzunehmen.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"130\" align=\"left\" \/> <\/a>Provence &#8211; Anfang April &#8211; in Malauc\u00e8ne am Fu\u00dfe des Mont Ventoux. Hier ist schon richtig Fr\u00fchling. 13 Mitglieder des Boule Club Rheingau und Angeh\u00f6rige haben sich aufgemacht in das Mekka des P\u00e9tanquesports. Aber es gibt hier viel mehr, als nur mehr oder weniger nutzlos Eisenkugeln durch die Gegend zu werfen. Das Wetter ist mit uns und so k\u00f6nnen wir unser vorbereitetes Programm gut durchziehen. Aber was macht man nun konkret um diese Zeit in der Provence?<\/p>\n<p><!--more-->Nun, morgens um 7:00 Uhr, man ist noch nicht richtig wach, klackert es schon &#8211; das darf doch nicht wahr sein, die Jungs spielen schon auf dem Bouleplatz direkt vor den Appartements. Selbst der B\u00e4cker hat noch nicht ge\u00f6ffnet. Vor der Boulangerie treffen sich die &#8222;Beauftragten zur Beschaffung des Fr\u00fchst\u00fccks&#8220;. Ein oder zwei Croissant, mit ein wenig Chocolade, dazu ein Baguette &#8211; aber was n\u00fctzt das alles, wenn der Supermarkt noch geschlossen hat und es noch keine Marmalade, Butter oder was man sonst noch auf eine Fr\u00fchst\u00fccksunterlage platzieren k\u00f6nnte gibt? Aber schlie\u00dflich ist man in Frankreich und so l\u00e4dt Dietrich Walter, statt einfach nur zu warten,\u00a0 auf einen Cafe Creme im Bistro nebenan ein. Handwerker scheinen hier nicht Wichtigeres zu tun zu haben, als einen Kaffee vor dem Dienstbeginn zu trinken. Man sollte sich das merken.<\/p>\n<p>Selbstversorgung in einer Ferienhaussiedlung &#8211; \u00fcbrigens sehr sch\u00f6n &#8211; ist eine feine Sache &#8212;- grunds\u00e4tzlich &#8212; wenn man allerdings an Zucker, Honig usw. denkt, aber den Tee vergisst, werden schon mal die Gesicher lang. Aber schlie\u00dflich gibt es einen Mitbewohner, der uns nicht nur den Kaffee und den Filter leiht, sondern gleich den fertigen Kaffee kocht. Es gibt halt einfach nette Menschen und hier lernt man sie auf besondere Weise kennen.<\/p>\n<p>Erster touristischer H\u00f6hepunkt ist\u00a0der Besuch der Fontaine-de-Vaucluse &#8211; die Quelle der Sourgue und gleichzeitig die gr\u00f6\u00dfte S\u00fc\u00dfwasserquelle Europas. Das im Marco\u00a0Polo oder einem sonstigen Reisef\u00fchrer zu lesen, ist eine Sache &#8211; das zu sehen ist eine andere. Hier eine imposant hohe Felswand\u00a0\u00a0&#8211; Sch\u00e4tzungen bewegen sich zwischen 60 und 150 m senkrecht in den Himmel (irgendwo kann man sicher nachlesen, wie hoch die Felswand wirklich ist) &#8211; und direkt vor dieser Felswand ein gro\u00dfer Quellkessel. Nein, das Wasser steigt nicht sichtbar sprudelnd aus dem Untergrund, sondern es liegt vor uns ein eher ruhiger Wasserkessel von betr\u00e4chlichen Ausma\u00dfen. Aus diesen Wasserkessel bildet sich ein Flu\u00df, der bereits nach wenigen Metern ein Flu\u00df und nicht wie an vielen anderen Flu\u00dfquellen ein armseliges Rinnsal ist. Bereits nach 200 &#8211; 300 Meters stehen am Fluss die ersten Angler &#8211; kaum zu fassen und die baden nicht nur ihren Wurm im klaren Quellwasser. Sehen und Staunen &#8211; mehr kann man dazu nicht sagen.<\/p>\n<p>Staunen war auch angesagt am Pont Julien. Eine Br\u00fccke\u00a0 \u00fcber den Flu\u00df Cavalon, gebaut vor ca. 2.000 Jahren.\u00a0\u00a0Erstaunlich &#8211; die Br\u00fccke h\u00e4lt noch immer und nach den Erfahrungen mit modernen Br\u00fccken mag man vermuten, dass diese Br\u00fccke l\u00e4nger halten wird, als die nebenan j\u00fcngst erbaute moderne Entlastungsbr\u00fccke.<\/p>\n<p>Ein Teil der Mannschaft setzte dann das Vorhaben um, \u00fcber den Gipfel des Mont Ventoux zur\u00fcck nach Malauc\u00e8ne zu fahren. Die Stra\u00dfe, vom Navi des Autos ausgesucht, war etwas herb, wie die ganze Landschaft in der Provence. Aber nach ca. 20 km engster Fahrbahn und heftigen Sch\u00fcttelns erreichte man von Osten kommend die Talstation des Lifts. Unterwegs, an einem &#8222;Viewing Point&#8220; (nein das ist ja viel weiter westlich so benannt), konnte man bis in die schneebedeckten Gipfel der franz\u00f6sichen Alpen blicken. V\u00f6llig klare Sicht an diesem sonnenreichen aber auch windreichen Tag. Leider waren dann die letzten Meter \u00fcber den Gipfel nicht passierbar und deshalb gesperrt. Also hie\u00df es \u00fcber die Alternativroute runter nach Malauc\u00e8ne &#8211; im Durchschnitt mit 10 % Gef\u00e4lle. Gipfel leider nicht erreicht, aber trotzdem absolut beeindruckend.<\/p>\n<p>Nach einem\u00a0teilweise harten Abendprogramm &#8211; das\u00a0geplante Grillen wurde ins Zimmer verlegt (dank Elektrogrill kein wirkliches Problem) und einer nachfolgenden Boulepartie, die nur mit Einschaltung eines Blindenhundes zu einem gl\u00fccklichen Ende h\u00e4tte gebracht werden k\u00f6nnen &#8211; kehrte im Dorf endlich Ruhe ein, bis auf den einen oder anderen befriedigten\u00a0Schnarcher.<\/p>\n<p>Vier Stunden geplanter Rundgang \u00fcber den Markt von Vaison la Romaine &#8211; ist das nicht viel zu viel?\u00a0Bevor wir diese Frage ernsthaft angehen konnten, haben wir erst mal den zweiten Geburtstag in dieser Woche peinlichst verpasst, weil man ja in Urlaub den Kalender nicht immer wirklich im Kopf hat. Aber nach dem ersten Teil des Marktrundgangs, der erhebliche Anforderungen an die Kondition stellte, d\u00e4mmerte dann beim gemeinsamen Kaffee, dass man sich wohl doch um einen Tag vertan hatte. So haben wir dann schon mal auf das Geburtstagskind einen Kaffee getrunken, ohne es so richtig zu merken: Deshalb hier, herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Geburtstag, liebe Christel!<\/p>\n<p>Welche Vorstellung hat man von einem Markt?\u00a0Nun, man kann\u00a0als\u00a0Rheingauer M\u00e4rkte Kennender, gerne all seine gewohnten Ma\u00dfst\u00e4be vergessen. Hier ein\u00a0Markt hat einfach eine andere Dimension. Und so lernt man sehr schnell, dass vier Stunden eine eher knapp bemessene Zeit sind, weil dann die ersten Standbetreiber schon wieder Einpacken und\u00a0man immer noch nicht alles gesehen hat. Einen Vorteil hat die begrenzte Zeit allerdings: Der Kontostand, entweder in\u00a0Form von Barem in der Geldb\u00f6rse oder auf anderem Wege auf dem Konto wird geschont. Hinreichend angestrengt, wendet man sich dann dem\u00a0Nachmittagsprogramm zu.<\/p>\n<p>Beaumes-de-Venise stand auf dem Programm und dort wollten wir Boule spielen. &#8222;Rentnerboule&#8220; &#8211; so stand es im Programm. Erstaunlich &#8211; wir haben\u00a0trotz 2 1\/2 Jahre zur\u00fcck liegender dunkler Erinnerungen der Reiseleitung den Park- und Bouleplatz ohne jeglichen Ansatz einer Ehrenrunde durch den Ort gefunden. Dieser gl\u00fcckliche Umstand\u00a0verschaffte uns eine Kaffee-, Eis- und Bierpause in einer nahegelegenen Bar vor dem Beginn der Einschreibung.\u00a0\u00a0Die Nachfrage von Gerhild hatte bereits erbracht, dass hier nun doch nach Lizenzen gefragt wurde und au\u00dferdem das Startgeld von ein oder zwei Euro vor zwei Jahren auf inzwischen f\u00fcnf Euro angestiegen war &#8211; ist halt alles etwas teurer geworden. 38 Spielerinnen und Spieler hatten sich eingetragen. Mel\u00e9e A-B- ko war angesagt. Das war f\u00fcr weniger Turniererfahrene noch etwas zu erl\u00e4utern, ebenso wie der Umstand, dass es kein &#8222;AUS&#8220; gibt. Kurzum: im B-Finale erlebten wir, wie man mit &#8222;Ballern&#8220; gegen die Holzbegrenzung locker den fehlenden Punkt machen kann. F\u00fcr die &#8222;Carr\u00e9e-Spieler&#8220; bei uns zu Hause sicher eine v\u00f6llig neue Erfahrung &#8211; aber deswegen sind wir schlie\u00dflich (auch) hier.<\/p>\n<p>Einschreiben f\u00fcr die zw\u00f6lf mitgereisten Rheingauer und Ehren-Rheingauer. Dann gelost und man spielte mit den Alt-Eingesessenen &#8211; au\u00dfer Christel und Dietrich, denen das Los die Gunst erwies, ein reines Rheingauer Team zu bilden. Alle anderen mussten sich, ebenso, wie Ihre franz\u00f6sischen Partner, mit dem Sprachproblem auseinander setzen. Au\u00dfer Gerhild: Sie bl\u00fchte auf in der Anwendung der franz\u00f6sischen Sprache und wurde von vielen von uns deswegen sicher beneidet. Sie wurde aber auch in der Auslosung belohnt, indem\u00a0ihr Jean, der auf dieser Webseite schon einmal lobend erw\u00e4hnt wurde, zugelost wurde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Gewinner der ersten Runde schnell die Erfahrung machten, dass eben doch oft die ersten Pflaumen madig sind\u00a0 &#8211; sprich: in der zweiten Runde des A-Turniers bereits Endstation war, kamen Moni mit Ihrem Partner und Gerhild mit Jean ins Halbfinale des B-Turniers oder der Consolante. Moni, eine der wenigen Schie\u00dferinnen &#8211; sowohl weiblichen Geschlechts als auch aus Allemangne kommend &#8211; kam mit Ihrem Partner, einem reinen Leger, in der Halbfinalpartie auf schwierigem Terrain auf 12 Punkte &#8211; leider hatte der Gegner zu diesem Zeitpunkt 13. Schade &#8211; war ein tolles Spiel, das von vielen Zuschauern beobachtet wurde, w\u00e4hrend das A-Finale fast unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit ausgetragen wurde.<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Ein toller Abschluss des Tages in Beaumes-de-Venise: Gerhild mit Jean, dem Turnierleiter und dem ihr \u00fcberreichten Pokal.\" href=\"wp-content\/bilder\/2011-03-Sieg-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2011-03-Sieg-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ein toller Abschluss des Tages in Beaumes-de-Venise: Gerhild mit Jean, dem Turnierleiter und dem ihr \u00fcberreichten Pokal.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>Im B-Finale &#8211; in \u00fcberaus interessierter Weise unterst\u00fctzt von den Zuschauern aus dem Rheingau &#8211; bem\u00fchte sich Gerhild mit Jean um eine gute Partie. Aber das Gel\u00e4nde, das schon bei vielen Anderen vorher die Grenzen offengelegt\u00a0und respektvolle Bewunderung hervorgerufen hatte, \u00a0war der dritte Mitspieler im einheimischen Doublette. Auch Jean&#8217;s immer wieder beruhigende Bemerkung &#8222;reparable&#8220; half jetzt nicht mehr weiter. F\u00fcr Gerhild und Jean blieb an diesem wundersch\u00f6nen Turniernachmittag nur der 2. Platz in der Consolante. Geehrt wurde Sie wegen Ihres guten Spiels und stellvertretend f\u00fcr die gro\u00dfe und freundliche Truppe der Rheingauer Boulespieler au\u00dfer der Reihe mit einem pr\u00e4chtigen Pokal. Ein Drink zum Abschluss und dann wurde nicht nur die kleine Bar am Bouleplatz in Beaume-de-Venise geschlossen, sondern auch wir mussten so langsam zur\u00fcck in unsere Unterkunft &#8211; wir wollten ja schlie\u00dflich noch ein wenig Geburtstag feiern, was wir dann auch getan haben.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n war&#8217;s und f\u00fcr morgen haben wir schon unser Programm ein wenig ge\u00e4ndert &#8211; gegen das Boulefieber hat halt eine Weinprobe in einem tollen Ch\u00e2teau nicht wirklich eine Chance. Also dann &#8211; Papstpalast in Avignon\u00a0(unverzichtbar), die Boulehalle in Le Pontet und danach ein kleines internes Spiel auf dem Platz an der Quelle (allen Malauc\u00e8ne-Insidern hinreichend bekannt). Danach werden wir dann die Vervollst\u00e4ndigung unseres Teams auf 14 Mitgliedern sicher in geb\u00fchrender Weise feiern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Provence &#8211; Anfang April &#8211; in Malauc\u00e8ne am Fu\u00dfe des Mont Ventoux. 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