{"id":2231,"date":"2010-08-08T18:13:17","date_gmt":"2010-08-08T16:13:17","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=2231"},"modified":"2014-10-31T13:16:12","modified_gmt":"2014-10-31T12:16:12","slug":"edle-herrschaften-besuchen-die-ebernburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=2231","title":{"rendered":"Edle Herrschaften besuchen die Ebernburg"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Diese Richtung, edle Herrschaften, immer weiter bergauf, erreicht Ihr die Ebernburg.\" href=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Denkmal-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Denkmal-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Diese Richtung, edle Herrschaften, immer weiter bergauf, erreicht Ihr die Ebernburg.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"276\" align=\"left\" \/> <\/a>Das Gute liegt so nahe &#8211; an der Nahe. Dieses kleine Wortspiel beschreibt das Fazit des Tagesausflugs der Mitglieder des Boule Club RHEINGAU. Bad M\u00fcnster am Stein Ebernburg &#8211; so hie\u00df das vom zust\u00e4ndigen Organisations-kommitee ausgesuchte Ziel f\u00fcr den von der diesj\u00e4hrigen Mitglieder-versammlung eindringlich gew\u00fcnschten Jahresausflug. Schon die ersten Schritte auf dem Weg zur Ebernburg und erst recht der tolle Ausblick von dort ins Nahetal offenbarte, dass doch einige noch nie die Gelegenheit genommen hatten, sich diese landschaftliche Perle einmal anzusehen. Dabei liegt sie so nahe &#8211; eben an der Nahe. Andere konnten ihre Jahre zur\u00fcckliegenden Erinnerungen auffrischen und so konnte ein sch\u00f6ner Tag, bei dem auch das Wetter in hervorragender Weise mitspielte, seinen Lauf nehmen.<\/p>\n<p><!--more-->Morgens war f\u00fcr die meisten ein etwas l\u00e4ngerer Spaziergang angesagt. Parkpl\u00e4tze sind rund um den vereinbarten Treffpunkt an der Personenf\u00e4hre absolute Mangelware &#8211; jedenfalls wenn man vor hat, das Auto \u00fcber den ganzen Tag stehen zu lassen. Also war ein Fu\u00dfmarsch entlang des Rheins von den Parkpl\u00e4tzen an der Laach angesagt &#8211; Fr\u00fchsport halt. Am Anleger angekommen gab es ein kleines zweites Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; Knabberei und Rheingauer Leichtsinn. Agnes hielt mal wieder\u00a0die wichtigen Dinge des Lebens bereit. Das F\u00e4hrschiffchen wartete aber schon und so wurde es kein ausgedehntes Fr\u00fchst\u00fcck. Die Beschaffung der Billette gestaltete sich etwas schwieriger, da man an Bord &#8211; und wie sich sp\u00e4ter herausstellte auch an der Verkaufsstelle in Bingen &#8211;\u00a0nicht auf Gruppentarife eingestellt war. Dies, schon im vergangenen Jahr bem\u00e4ngelt, spricht nicht gerade f\u00fcr die Beweglichkeit in puncto Kundenorientierung der Bingen-R\u00fcdesheimer Fahrgastschifffahrt. Schade.<\/p>\n<p>In Bingen angekommen folgte ein Spaziergang am Rheinufer, das im Rahmen der Landesgartenschau neu gestaltet worden war. Es ging\u00a0nach Bingerbr\u00fcck, wo sich seit einigen Jahren der Hauptbahnhof von Bingen befindet. Dort zweigen von der Rheinstrecke die Eisenbahnverbindungen entlang der Nahe nach Kaiserslautern und Saarbr\u00fccken ab. Standesgem\u00e4\u00df hatte uns DB-Regio einen Zug mit dem Namen &#8222;Rockenhausen&#8220; bereit gestellt &#8211; es gibt doch einfach wunderbare Zuf\u00e4lle. Die Fahrzeit verging wie im Fluge und schon waren wir in Bad M\u00fcnster am Stein. Dort wartete bereits Monika im PKW, die zusammen mit Susanne die Aufgabe \u00fcbernommen hatte, nicht so gehstarke Besucher zur Burg zu chauffieren. Die anderen studierten den von der Reiseleitung ausgegebenen Stadtplan oder folgten einfach den Ortskundigen am Rande des Kurparks vorbei zur Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke \u00fcber die Nahe. Auf der anderen Seite wartete der steile Fu\u00dfweg hoch zur Ebernburg. Eine kurze Fotopause\u00a0 und dann der Rest der Wegstrecke, bei der man durchaus Kondition gebrauchen konnte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Gros der Besucher sozusagen den Burghof durch die Hintert\u00fcr erklommen hatte, wartete am Haupteingang zur Burg Adelgunde, edle Zofe bei Hofe auf den geladenen\u00a0Besuch der Herrschaft. Die Herrschaft, im Moment au\u00dfer Haus, lie\u00df den Besuchern aus dem Gau am Rheine ein herzliches Willkommen ausrichten. W\u00e4hrend der Begr\u00fc\u00dfung vor dem Burggraben verschafften sich einige Droschken und Kaleschen, gezogen von vielen starken R\u00f6ssern vorbei an der Besuchergruppe unerbittlich Einlass in die Burg. Die Rheingauer Herrschaften blieben allerdings bei Ihrem Vorhaben, an der Seite der ihnen zugeordneten Zofe die Burg bed\u00e4chtig schreitend zu erobern.<\/p>\n<p>&#8222;Erobern&#8220; war dann auch ein immer wieder vorkommendes Stichwort in den Erl\u00e4uterung der Zofe Adelgund. Burgen sind nun mal keine Wochenendheime und weckten zu damaligen Zeiten manche Begehrlichkeit, zumal dann, wenn die Herren der Burg erfolgreiche Kriegsherren waren wie Franz von Sickingen. Auch der sp\u00e4tere Grenzverlauf in der Nahe zwischen Preu\u00dfen (Ebernburg) und Bayern (Rheingrafenstein), war nicht geignet, den Burg- und Ortsbewohnern ruhige Zeiten zu verschaffen. Zur Zeit der Reformation war die Burg ein Zentrum und eine Zuflucht der Unterst\u00fctzer der Reformation. So berichtet die Zofe von den Verbindungen ihrer Herrschaft zu Luther w\u00e4hrend dessen Zeit auf der Wartburg.<\/p>\n<p>Auch die Buchdruckerkunst, durch die beweglichen Lettern des Johannes Gutenberg aus dem nahen Mainz, fand in der Burg eine wesentliche Heimstatt. Des Einen Freud &#8211; des Anderen Leid; so mochten auch die auf der Burg versammelten Abschreiber und Schriftenmahler empfunden haben, als Ihre m\u00fchsame Vervielf\u00e4ltigung von Schriften durch h\u00e4ndisches Kopieren pl\u00f6tzlich mit der Buchdruckpresse zur\u00a0&#8222;Massenware&#8220; wurde. &#8222;Schriftsetzer&#8220; hie\u00df der Beruf der Zukunft &#8211; heute wei\u00df man, dass diese viele Jahre geachtete Zunft mit der Einf\u00fchrung der Computer ein \u00e4hnliches Schicksal ereilte wie die damaligen Abschreiber. So ist das Leben und der Hinweis auf die Heizmethoden der damaligen Zeit machte klar, dass mancher Fortschritt uns letztlich dann doch ein bequemeres Leben erm\u00f6glicht hat, auch wenn die eine odere andere althergebrachte T\u00e4tigkeit oder Gewohnheit dabei auf der Strecke bleiben musste.<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Fast wie damals in der Schule - eine spricht und alle h\u00f6ren zu.\" href=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Adelgunde-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Adelgunde-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fast wie damals in der Schule - eine spricht und alle h\u00f6ren zu.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>&#8222;Saugeschrey&#8220; galt es noch zu erl\u00e4utern &#8211; so stand es jedenfalls in der Einladung f\u00fcr die Herrschaften aus dem Rheingau. Adelgunde berichtete von einer intensiven Belagerung der Ortschaft Ebernburg. Auch nach langer Beschie\u00dfung erfolgte keine Gegenwehr der Einwohner. Das Wundern der Belagerer war berechtigt &#8211; aber irgendwie auch erkl\u00e4rbar: Es war niemand zu Hause. Alle Einwohner hatten sich \u00fcber unterirdische G\u00e4nge aus dem Ort und auf die Burg gefl\u00fcchtet. Aber wie lange kann man dort aushalten ohne nennenswerte Versorgung von au\u00dfen? Nun, in der Burg hielt man einen Eber. Sicher ein kapitales Tier und gut f\u00fcr einige Mahlzeiten. Gut, dass man einige Tage gehungert\u00a0und nicht gleich den Eber verspeist hatte. Ein voller Bauch denkt halt nicht so gerne und Hunger ist oft ein guter Antrieb f\u00fcr kreative L\u00f6sungen &#8211; direkt und im \u00fcbertragenen Sinne, wie wir vermutlich alle schon erfahren haben. Also maltr\u00e4tierte man den Eber bis er j\u00e4mmerlich schrie als stecke er\u00a0am Spie\u00dfe. Das Geschrei drang, wie vorgesehen, auch zu den Belagerern, die davon ausgehen mussten, dass man auf der nicht einzunehmenden Burg ein Schwein zur Versorgung der Fl\u00fcchtlinge schlachte. Nach dem Geschrei wurde der Eber wieder gestreichelt und gepflegt, bis man ihn nach 2-3 Tagen wieder zu erb\u00e4rmlichem Geschrei trieb. Nichts f\u00fcr die den nat\u00fcrlichen Dingen des Lebens manchmal etwas entr\u00fcckten Tiersch\u00fctzer, aber ausgesprochen wirkungsvoll gegen\u00fcber den Belagerern. W\u00e4hrend die n\u00e4mlich Kohldampf schoben, mussten sie davon ausgehen, dass auf der Burg ein Schlachtmahl das n\u00e4chste jagte. Das war nicht gut f\u00fcr die Moral der Truppe und so zog man zur Freude von Adelgundes Herrschaft und den Bewohnern des Ortes unverrichteter Dinge wieder ab. &#8222;Viel L\u00e4rm um Nichts&#8220; &#8211; hat etwa Shakespeare sich von diesen Ereignissen inspirieren lassen?\u00a0<\/p>\n<p>Adelgundes\u00a0Vorstellung der Schutzbefohlenen zur Zeit der aufkeimenden Reformation lie\u00df an manchen Stellen den Schluss zu, dass schon damals Patchworkfamilien durchaus in Mode waren &#8211; allerdings mehr aufgrund der manchmal doch arg begrenzten Lebenserwartung der m\u00e4nnlichen Familienoberh\u00e4upter. Praktisch f\u00fcr die Witwe des Verblichenen schien es zu sein, sich im klerikalen Umfeld des Ex-Gatten wieder neu zu verheiraten &#8211; so blieb auf eine besondere Art und Weise alles in der Familie.<\/p>\n<p><a class=\"thickbox\" title=\"Bewirtet von den Herren der Ebernburg mit Brot und Wein - so l\u00e4sst man sich's gefallen in dieser beeindruckenden Landschaft.\" href=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Tafel-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2010-08-Ausflug-Tafel-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Bewirtet von den Herren der Ebernburg mit Brot und Wein - so l\u00e4sst man sich's gefallen in dieser beeindruckenden Landschaft.\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>&#8222;Nach soviel kulturhistorischen\u00a0Erkennnissen setzte nun doch Hunger und Durst in etwas weltlicherer Form ein. Adelgunde hatte daf\u00fcr Brot und Wein vorbereitet. Es traf sich gut, dass die Herrschaften aus dem Rheingau eine gewisse N\u00e4he zu dieser Form der Erhaltung k\u00f6rperlicher Leistungsf\u00e4higkeit aus Ihrer Heimat mitbrachten. Auch das von Junker Walter \u00fcbergebene Gastgeschenk an Adelgunde passte in diese Richtung: Eine Flasche des k\u00f6stlich moussierenden Weines aus den Latifundien des aus Norditalien stammenden Edlen Roberto.<\/p>\n<p>Dann konnten sich die Besucher aus dem Rheingau doch wieder etwas mehr der Gegenwart zuwenden. Es traf sich gut\u00a0 nach dem anstrengenden Vormittag, dass im Burghof eine leistungsf\u00e4hige Verpflegungsstation\u00a0in Form der Burgsch\u00e4nke eingerichtet war. Das Mittagessen machte manchen zwar ein wenig m\u00fcde, aber mit einem starken Kaffe wurden die Lebensgeister geweckt und so konnte der Abstieg\u00a0an die Nahe und der Gang in den Kurpark in Angriff genommen werden.<\/p>\n<p>Gleich am Beginn des Kurparks, direkt hinter der Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke erwartete man uns auf der wunderbaren Anlage des Boule-Club Rheingrafenstein e.V.\u00a0 Neid ist zwar eine der sieben Tods\u00fcnden &#8211; aber wenn man eine solche Anlage sieht, darf man doch wohl ein wenig neidisch werden &#8211; jeder, der diese Anlage kennt, wird das verstehen und uns die S\u00fcnde verzeihen. Eine kleine Abordnung der Rheingrafensteiner erwartete uns und manche kannten sich bereits von diesem oder jenem Turnier. Schnell wurden einige Teams gebildet und wir konnten unserem Lieblingssport nachgehen: Boule spielen. Einfache Pl\u00e4tze wechselten mit ausgesprochen schwierigen und anspruchsvollen Terrains. Dazu eine Infrastruktur, die man nur als erstklassig bezeichnen kann. Die Gespr\u00e4che am Rande zeigten, dass die Stadt in erheblichem Umfang unter die Arme gefriffen hat, indem ein nicht mehr ben\u00f6tigter Tennisplatz und ein nicht angenommener Kinderspielplatz gegen einen l\u00e4cherlich geringen Pacht zur Verf\u00fcgung gestellt wurden &#8211; dass aber eben auch der Einsatz der Clubmitglieder aus diesem &#8222;Rohstoff&#8220; durch Kreativit\u00e4t und hartes Anpacken ein traumhaft sch\u00f6nes Boulegel\u00e4nde geschaffen hat. Man kann da den BoulespielerInnen aus Bad M\u00fcnster am Stein nur von Herzen zu diesem sch\u00f6nen Platz gratulieren und, wie schon angedeutet, insgeheim ein wenig neidisch sein.<\/p>\n<p>Nun wartete aber die Solemamsell, die uns erkl\u00e4ren wollte, was es mit Sole, Gradierwerken, Salinen und sp\u00e4ter dem Kurbetrieb in Bad M\u00fcnster am Stein so auf sich hatte. Nach der kulturellen Flut des Vormittags war das dann schon ein wenig anstrengend, auch wenn vieles interessant und f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der zu sehenden Anlagen wichtig war. Die Tanzmusik im Hintergrund lie\u00df zus\u00e4tzlich beim einen oder anderen Zuh\u00f6rer die Aufmerksamkeit weichen. Wesentlich ist festzuhalten, dass die Gewinnung des Wei\u00dfen Goldes (Salz) seinerzeit ein wichtiges Anliegen der F\u00fcrsten war und nahezu jeden Aufwand rechtfertigte. Und dass die Produktionsanlagen zur Gewinnung von Salz erst sp\u00e4ter und mehr durch Zufall in ihrer gesundheitsf\u00f6rdernden Wirkung (Inhalation vor den Gradierwerken) erkannt wurden. So konnte sich eine Stadt wie Bad M\u00fcnster am Stein durch den Kurbetrieb weiterentwickeln, als Salz auf anderen Produktionswegen l\u00e4ngst zur Massenware geworden war. Nur die Salzsieder (siehe auch die zuvor erw\u00e4hnten Abschreiber) d\u00fcrften sich \u00fcber diese Entwicklung nicht wirklich gefreut haben.<\/p>\n<p>Eine abschlie\u00dfende Kostprobe der naturbelassenen Sole best\u00e4tigte in erster Linie, dass bez\u00fcglich des Geschmacks offensichtlich ein direkter Zusammenhang zwischen stark mineralhaltigen W\u00e4ssern und deren Trinktemperatur besteht. So ist es bekannt, dass die schmackhaftesten Mineralw\u00e4sser hohe Mineral- und damit Salzgehalte aufweisen. Die trinkt man allerdings in der Regel gut gek\u00fchlt. Gew\u00e4rmt auf ca. 30 Grad muten sie dann doch eher an wie eingeschlafene F\u00fc\u00dfe, die seit l\u00e4ngerer Zeit nach einer Waschung d\u00fcrsten. Nur gut, dass es zum Abschluss noch einen ordentlichen Tropfen des Naheweins gab. So war man ger\u00fcstet, die wenigen Meter zum Bahnhof zu gehen und mit dem Zug wieder gen Bingen zu fahren.<\/p>\n<p>Die abschlie\u00dfende Klammer des Tages lieferte dann wieder auf leider unr\u00fchmliche Art und Weise die Bingen-R\u00fcdesheimer Fahrgastschiffahrt mit Ihrer Personenf\u00e4hre von Bingen nach R\u00fcdesheim. Alle Teilnehmer der Gruppe hatten den direkten und schnellen Weg vom Bahnhof zum F\u00e4hranleger genommen. 16 Personen standen vor dem abfahrbereiten Schiff &#8211; lediglich vier etwas schwerg\u00e4ngige Mitfahrer hingen etwa hundert Meter nach. Daraufhin machte der \u00fcber alle Vernunft erhabene Bootsmann doch wirklich das Tor zu und trotz lauter Proteste alle Anstalten sofort abzufahren. Dem Bootsf\u00fchrer und einer herbeigeeilten Angestellten war es letztlich zu danken, dass dann doch noch die Vernunft siegte und alle 20 Teilnehmer des Ausflugs p\u00fcnktlich in R\u00fcdesheim ankamen. Zum Ende eines sehr sch\u00f6nen Tages h\u00e4tte es dieser Demonstration kundenunfreundlichen Verhaltens nun wahrlich nicht bedurft und die Gesellschaft sollte dringend mal mit sich ins Gericht gehen, ob denn solche Pr\u00e4sentation nach au\u00dfen wirklich in eine Dienstleistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts passt. \u00dcbrigens: Unterst\u00fctzer der F\u00e4hrbetriebe im Widerstand gegen die geplante Br\u00fccke wird man auf diese Weise mit Sicherheit nicht gewinnen.<\/p>\n<p>Abgesehen von dieser wenig freundlichen Klammer am Beginn und Ende des Ausflugs, war es ein sehr sch\u00f6ner Tag und den Dank des Vorstands verband Walter mit einem Pikkolo ebenfalls aus Robertos Latifundien f\u00fcr die f\u00fcnf Mitglieder des Organisationskommitees. Danke, das habt Ihr gut gemacht!<\/p>\n<p>Bilder von dem Ausflug, vielleicht auch von Dietrich, m\u00fcssen noch aufbereitet werden und werden nach der Woche in Travem\u00fcnde hier als Diaschau eingestellt. Bis dahin: Gute Erholung und die eine oder andere gute Kugel, ganz nahe an die Sau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gute liegt so nahe &#8211; an der Nahe. Dieses kleine Wortspiel beschreibt das Fazit des Tagesausflugs der Mitglieder des Boule Club RHEINGAU. Bad M\u00fcnster am Stein Ebernburg &#8211; so hie\u00df das vom zust\u00e4ndigen Organisations-kommitee ausgesuchte Ziel f\u00fcr den von der diesj\u00e4hrigen Mitglieder-versammlung eindringlich gew\u00fcnschten Jahresausflug. 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