{"id":1073,"date":"2009-06-04T21:29:52","date_gmt":"2009-06-04T20:29:52","guid":{"rendered":"\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=1073"},"modified":"2014-10-31T13:49:56","modified_gmt":"2014-10-31T12:49:56","slug":"boule-im-rheingau-beim-dggl-kongress-in-heuchelheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boule-im-rheingau.de\/?p=1073","title":{"rendered":"&#8222;Boule im Rheingau&#8220; beim DGGL-Kongress in Heuchelheim"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"thickbox\" title=\"Das Forum der Firma RINN bot ein hervorragendes Umfeld f\u00fcr den Kongress der DGGL.\" href=\"wp-content\/bilder\/2009-06-DGGL-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/bilder\/2009-06-DGGL-240.jpg\" border=\"0\" alt=\"Das Forum der Firma RINN bot ein hervorragendes Umfeld f\u00fcr den Kongress der DGGL\" hspace=\"10\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" \/> <\/a>DGGL &#8211; immer diese Abk\u00fcrzungen, deren Langtext man sich kaum merken kann. In diesem Fall geht es noch: &#8222;Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Gartenkunst und Landschaftskultur&#8220; &#8211; klingt gut &#8211; oder? Diese DGGL jedenfalls hat heute einen Kongress zum Thema &#8222;Generations-\u00fcbergreifende Freiraumangebote&#8220; veranstaltet. Tagungsort\u00a0war\u00a0das Forum im Ideengarten des Betonsteinherstellers RINN in Heuchelheim bei Gie\u00dfen &#8211; und der Boule\u00a0Club RHEINGAU war dabei. Wie das? Was hat der Boule Club mit Betonsteinen zu tun oder gar mit Gartenkunst?<\/p>\n<p>Nun ja, dann vielleicht doch eher mit &#8222;Generations\u00fcbergreifenden Freiraumangeboten&#8220;. Also, dass Boule im Freiraum stattfindet oder vielleicht auch einen Freiraum er\u00f6ffnet, ist ziemlich unbestritten.\u00a0Das Wort &#8222;generations\u00fcbergreifend&#8220; ist eher noch eine Herausforderung als\u00a0Wirklichkeit. So ist Steffen, abgesehen von seinem Talent f\u00fcr&#8217;s Boulespiel, wesentlich daf\u00fcr verantwortlich, dass mit seinen 16 Lebensjahren der Altersdurchschnitt aller BCR-Mitglieder mit 57 Jahren unter der 60-Jahre-Grenze bleibt. \u00a0<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Was\u00a0ist das nun mit diesem Kongress? Auf Vermittlung von Gerhard Kress war ich eingeladen, unter dem Titel &#8222;Boulekonzept f\u00fcr den Rheingau &#8211; ein Angebot f\u00fcr alle Altersgruppen&#8220; \u00fcber das Projekt &#8222;Boule im Rheingau&#8220; zu berichten. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>Zuerst habe ich gelernt, dass ich in der Terminologie der Fachplaner ein &#8222;Junger Alter&#8220; (\u00fcber 60) bin &#8211; dabei hielt ich mich doch bisher ganz unwissenschaftlich f\u00fcr einen etwas \u00e4lteren Jungen. Ich habe dann kund getan, dass ich dar\u00fcber und was das f\u00fcr mich bedeutet, in einer Spielpause bei einem der n\u00e4chsten Turniere noch einmal nachdenken werde. Aber irgendwie muss man sich wohl damit abfinden, dass es eine Reihe von Leuten gibt, die mich und meine Altersgenossen ohne weitere Inaugenscheinnahme unter &#8222;Senioren&#8220; einordnen. Aber, so wurde es in den Vortr\u00e4gen deutlich, diese Senioren scheinen irgendwie widerspenstig. Lassen sie sich doch nicht so einfach f\u00fcr den soziologischen Hype eines generations\u00fcbergreifenden Freizeitangebotes vereinnahmen. Da wurden, so eine Untersuchung von Frau Prof. Dr. Grit Hottentr\u00e4ger von der Fachhochschule in Geisenheim, aufwendige Fitnessparcours mit teilweise futuristisch anmutenden Ger\u00e4ten in\u00a0mehreren St\u00e4dten installiert und &#8211; welche \u00dcberraschung &#8211; von den Senioren nicht im erwarteten Ma\u00df angenommen. \u00c4hnliches war vor Wochen, vermutlich aufgrund der vorgenannten Studie, auch in der Tageszeitung (Wiesbadener Tagblatt \/ -Kurier und FAZ) zu lesen: Senioren finden kaum Gefallen an den integrierten Spielpl\u00e4tzen f\u00fcr Jung und Alt. Welch ein Aufwand und welch ern\u00fcchterndes Ergebnis.<\/p>\n<p>Da kann das\u00a0Bouleprojekt Rheingau\u00a0in bescheidenem Rahmen durchaus gr\u00f6\u00dferen Erfolg nachweisen. Mit dem Zusammenfassen der Bouleaktivit\u00e4ten im Rheingau, aber insbesondere mit den erfolgreichen Aktivit\u00e4ten rund um die Boulebahn an der F\u00e4hre, k\u00f6nnen wir stolz auf ein gelungenes Projekt eines aktiven Freizeitangebotes nicht nur, aber auch f\u00fcr Senioren verweisen. Machen wir uns nichts vor: Auch wenn das Wort &#8222;Senioren&#8220; den Einen oder die Andere schmerzen mag, so ganz taufrisch sind viele von uns nicht mehr &#8211; jedenfalls nicht nach den leider unerbittlichen Angaben in unserem Pass. Und wie die Statistiker und Planer das einordnen ist schon gesagt. Aber wir sind vermutlich die j\u00fcngsten Alten, die es je gab und wir sind aktiv und haben das Angebot &#8222;Boule&#8220; aufgenommen und treiben es aktiv weiter. Es ist\u00a0auch gelungen, den Kreis der Begeisterten auf die 40-er und 50-er auszuweiten &#8211; eine inzwischen zahlenm\u00e4\u00dfig starke Gruppe bei unseren Bouletreffs und ein ganz praktisches St\u00fcck alters\u00fcbergreifendes Angebot. Mit der gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Wirkung des Bouleplatzes an der F\u00e4hre\u00a0gelingt es auch, hin und wieder auch sehr junge Menschen (Beispiel Philipp) f\u00fcr das Spiel zu interessieren. Selbst die ganz Kleinen finden die gl\u00e4nzenden Metallkugeln faszinierend, auch wenn sie noch nicht so viel mit ihnen anfangen k\u00f6nnen. Aber, davon bin ich \u00fcberzeugt, wir sind auf dem richtigen Weg und dann wird vielleicht eines Tages die h\u00e4ufig anzutreffende Einordnung des Boulespiels als Freizeitbesch\u00e4ftigung ausschlie\u00dflich f\u00fcr Senioren Vergangenheit sein. So war die Kernaussage in meinem Vortrag: Es braucht einen deutlichen Ansto\u00df, eine einigerma\u00dfen passende Infrastruktur und einige gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde, damit ein Projekt wie &#8222;Boule im Rheingau&#8220; zum Erfolg wird. Ein wenig Planung und Engagement kann dabei nicht schaden.<\/p>\n<p>Eins wurde mir an diesem Tag deutlich: Wir sind nicht jene, die sich in wissenschaftlich fundierten Umfragen dies oder jenes w\u00fcnschen und dann, so steht nach den Nutzungszahlen zu vermuten, nicht hingehen, sondern wir haben ein Angebot aufgegriffen und sind aktiv. Daf\u00fcr steht auch die Mitgliederstruktur: Von derzeit 27 Mitgliedern des Boule Club RHEINGAU sind 25\u00a0aktiv auf den Boulepl\u00e4tzen im Rheingau zu finden. Und mehr noch: Wir packen nach dem Spiel unsere Kugeln nicht einfach ein und gehen nach Hause, sondern wir sitzen\u00a0ab und an auch noch zusammen, sprechen \u00fcber dies und jenes und versorgen uns gegenseitig mit\u00a0manchen K\u00f6stlichkeiten. Sch\u00f6n ist das und gelebte Gemeinschaft. Auch dazu ist ein solcher Kongress n\u00fctzlich: wieder einmal klar zu machen, dass wir es doch ganz gut getroffen haben. So war ich mit dem Kongress und\u00a0meinem Vortrag zufrieden und ich kann allen, die an unserem Projekt Boule im Rheingau teilhaben, egal ob Mitglieder des Boule Club RHEINGAU oder nicht, nur best\u00e4tigen: Wir haben f\u00fcr uns und\u00a0f\u00fcr die Gestaltung unserer Freizeit eine gute Entscheidung getroffen! Vielleicht sollten wir dieses Gef\u00fchl auch anderen vermitteln, die noch auf der Suche sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr all jene, die am Konzept des Vortrags interessiert sind, hier eine Zusammenfassung der Pr\u00e4sentation als <a href=\"wp-content\/dateien\/Boulekonzept-Rheingau-k.pdf\" target=\"blank\">PDF-Datei<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DGGL &#8211; immer diese Abk\u00fcrzungen, deren Langtext man sich kaum merken kann. 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